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Zeit lassen...

Staatsschulden bereiten Ökonom*innen keine Sorgen

28. April 2021, 08:48 Uhr
Die anhaltende Corona-Pandemie kostet den Schweizer Staat jeden Tag viel Geld. Voraussichtlich 40 Milliarden Franken wird der Staat zur Bekämpfung der Krise 2020 und 2021 in die Hand nehmen. Über 160 Ökonom*innen sehen die Lage der Schweizer Staatsfinanzen dennoch entspannt.
Die finanzielle Lage des Schweizer Staates bereitet den Ökonomen keine schlaflosen Nächte. (Symbolbild)
© KEYSTONE/ALESSANDRO CRINARI

«Soll die Schweiz die Wirtschaft ankurbeln. Und soll sie die Schuldenbremse aussetzen?», titelt die «Neue Zürcher Zeitung» am Mittwoch und befragt dazu, in Zusammenarbeit mit der Konjunkturforschungsstelle der ETH (KOF), 167 Ökonominnen und Ökonomen.

Steuererhöhungen sollen Finanzhaushalt wieder ins Lot bringen

Der Grundtenor der über 160 Wirtschaftswissenschaftler: Die Schweiz darf sich bei der Rückführung der Staatsschulden nach der Corona-Krise Zeit lassen. Bei der Frage nach dem Mass der staatlichen Hilfe für die Wirtschaft gibt es zwei Lager. Die Hälfte der Befragten findet die staatlichen Massnahmen als angemessen, die andere Hälfte kritisiert, dass die Hilfen durchaus hätten grösser ausfallen können. Etwa die Hälfte der Befragten sprach sich zudem für ein staatliches Impulsprogramm aus.

Gemäss der Zürcher Tageszeitung sehen die Volkswirtschaftler die Lage der Schweizer Staatsfinanzen aber entspannt. Dies komme bei der Frage zur Einstellung zur Schuldenbremse zum Ausdruck. Die Mehrheit der Befragten spräche sich für eine verlängerte Frist für die Schuldenbremse aus, die dafür sorgen soll, dass der Bund über einen Konjunkturzyklus gesehen keine neuen Schulden macht. Jeder dritte wäre bereit, noch weiterzugehen und die Schuldenbremse ganz auszusetzen.

Um den Staatshaushalt wieder ins Lot zu bringen, setzen die Ökonom*innen vor allem auf Steuererhöhungen – Ausgabensenkungen sind dagegen weniger populär.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. April 2021 07:32
aktualisiert: 28. April 2021 08:48