Corona-Massnahmen

Uneinigkeit um «kleinen Lockdown»

15. November 2020, 20:18 Uhr
Taskforce-Präsident Martin Ackermann.
© KEYSTONE/Peter Klaunzer
In einem neuen Papier empfiehlt die Corona-Taskforce des Bundes, Restaurants zu schliessen. Das heissen aber offenbar nicht alle Mitglieder der Taskforce gut.

Es herrscht Verwirrung in der Corona-Taskforce, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Laut den neuen Empfehlungen, die am Samstag publiziert wurden, wäre es sinnvoll, ab sofort und für die nächsten acht Wochen alle Bars, Restaurants und Museen zu schliessen und Konzerte abzusagen. Zudem sollten private Zusammenkünfte auf höchstens zwei Haushalte reduziert werden. Dies käme einem kleinen Lockdown gleich.

Wie nun die «SonntagsZeitung» berichtet, reagierten mehrere Taskforce-Mitglieder allerdings überrascht auf zentrale Forderungen des Papiers. Ihnen zufolge sei man in der Taskforce zum Schluss gekommen, dass die flächendeckenden Schliessungen erst zum Zug kommen würden, wenn in den nächsten zwei Wochen die Fallzahlen nicht deutlich zurückgingen. Demnach scheiden sich die Meinungen insbesondere bei der Notwendigkeit und Dringlichkeit der Schliessung von Restaurants.

Nur Vorbereitungen?

Taskforce-Präsident Martin Ackermann relativiert im Interview mit der «SonntagsZeitung»: Man plädiere dafür, dass sich die Schweiz schon heute vorbereite für die Schliessungen und dass diese eine Option bleiben müsse.

Wie Katrin Holenstein, Sprecherin des Bundesamtes für Gesundheit, gegenüber der «SonntagsZeitung» erklärt, sei in der Bundesverwaltung im Moment die Schliessung von Restaurants, Bars, Museen und anderen öffentlichen Institutionen nicht vorgesehen.

Der Beitrag dazu von Tele 1:

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Quelle: tele1

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 15. November 2020 10:54
aktualisiert: 15. November 2020 20:18