Tourismus

Weniger Übernachtungen in Ferienwohnungen –  Campings legen zu

15. Juni 2020, 09:50 Uhr
Campingplätze legten letztes Jahr bei den Logiernächten zu. (Symbolbild)
© Keystone
2019 hat die Anzahl Logiernächte in der Schweizer Parahotellerie leicht zugenommen. Während bei Ferienwohnungen weniger Übernachtungen gezählt wurden, legten Campingplätze an Beliebtheit stark zu.

16,7 Millionen Logiernächte verzeichneten die Angebote der Parahotellerie in der Schweiz 2019. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Rund zwei Drittel der Logiernächte nahmen Schweizerinnen und Schweizer in Anspruch, leicht mehr als im Vorjahr. Bei den ausländischen Gästen ging die Anzahl Logiernächte derweil um 2,8 Prozent zurück.

Das zeigt sich insbesondere bei den Ferienwohnungen: 2019 gingen die Logiernächte von inländischen Gästen um 1,1 Prozent zurück, bei Gästen aus dem Ausland um 7,1 Prozent. Mit einem Jahrestotal von 7,3 Millionen Logiernächten nahm die Gesamtnachfrage gegenüber 2018 gemäss BFS um 3,6 Prozent ab. Ferienwohnungen machen aber nach wie vor den grössten Anteil der Logiernächte aus. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 6,5 Nächte.

Campingplätze machen grössten Sprung nach vorne

Zulegen konnten im letzten Jahr Kollektivunterkünfte wie Jugendherbergen und Campingplätze. Die Übernachtungen in Kollektivunterkünften nahmen über alle Gästegruppen hinweg zu, um insgesamt 4 Prozent auf 5,7 Millionen Logiernächte. Durchschnittlich buchten die Gäste für 2,4 Nächte.

Den grössten Vorwärtssprung machten 2019 die Campingplätze. Die Logiernächte stiegen um 5 Prozent auf insgesamt 3,8 Millionen an. 1,2 Millionen davon stammen von Gästen aus Europa. Auch auf den Campingplätzen war die durchschnittliche Buchungszeit tiefer als bei Ferienwohnungen und betrug 3,2 Logiernächte. (agl)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 15. Juni 2020 09:49
aktualisiert: 15. Juni 2020 09:50