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Rudern

Drei Schweizer Boote dürfen noch auf Olympia-Medaillen hoffen

25. Juli 2021, 10:10 Uhr
Der Schweizer Doppelzweier mit Roman Röösli und Barnabé Delarze erfüllt die Erwartungen und steht in Tokio im A-Final. Im Halbfinal erhält sich das Schweizer Duo die Medaillen-Chance dank dem 3. Rang.
Roman Röösli und Barnabé Delarze dürfen im A-Final um eine Olympia-Medaille rudern.
© KEYSTONE/AP/Darron Cummings

Nach dem zweiten Wettkampftag dürfen noch drei der vier Schweizer Ruder-Boote auf Olympia-Medaillen hoffen. Der Doppelzweier von Roman Röösli und Barnabé Delarze steht bereits im A-Final, Skifferin Jeannine Gmelin und Patricia Merz/Frédérique Rol wollen nachziehen. Von den drei erfolgreichen Schweizer Ruderbooten hatten Röösli/Delarze im Halbfinal der Doppelzweier das happigste Programm.

Hinter den chinesischen Weltmeistern Liu Zhiyu/Zhan Liang sowie den Europameistern aus den Niederlanden, Melvin Twellaar/Stef Broenink, ging es für Röösli/Delarze in erster Linie um die Absicherung des 3. Platzes. Dank einer kontrollierten Leistung erfüllte der grösste Schweizer Rudertrumpf im Sea Forest Waterway die Erwartungen und löste er das Finalticket.

Während im Duell an der Spitze - mit über fünf Sekunden Reserve auf die Schweiz - die Niederländer gegen das chinesische Duo ihren Status als Topfavoriten auf den Titel unterstrichen, lief ein bisschen weiter hinten der spannende Kampf um das letzte Ticket für die Teilnahme am A-Final: Mit der Schweiz und Herausforderer Russland in den Hauptrollen. Ilja Kondratew und Andrej Potapkin versuchten den EM-Zweiten von 2020 mit mehreren Angriffen zuzusetzen und das Final-Ticket zu entreissen, letztlich sprachen aber rund sieben Zehntel für den Schweizer Doppelzweier.

Im Rennen um die Medaillen ebenfalls noch dabei ist Skifferin Jeannine Gmelin sowie der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Patricia Merz und Frédérique Rol. Beide lösten am Sonntag auf souveräne Art das Halbfinal-Ticket. Während Merz/Rol allerdings den Weg in die Halbfinals über den Rennsieg im Hoffnungslauf gingen, tat Gmelin den entscheidenden Schritt durch einen 2. Rang in ihrem Viertelfinal.

Als einziges Schweizer Boot musste der Vierer ohne Steuermann mit Paul Jacquot, Markus Kessler, Joel Schürch und Andrin Gulich die Aussicht auf einen Medaillen-Exploit vorzeitig begraben. Im Hoffnungslauf blieben Paul Jacquot, Markus Kessler, Joel Schürch und Andrin Gulich in einem starken Feld chancenlos und wurden Fünfte.

Verschiebung wegen Taifun

Wegen der erwarteten Winde, die zu unfairen Bedingungen führen könnten, werden montags und dienstags keine Ruder-Wettkämpfe stattfinden. Von den Verschiebungen betroffen sind auch drei Schweizer Boote.

Der Vierer ohne Steuermann mit Paul Jacquot, Markus Kessler, Joel Schürch und Andrin Gulich absolviert seinen B-Final in der Nacht auf Mittwoch bereits um 1.40 Uhr. Gleichentags und damit um einen Tag später als ursprünglich geplant, findet das Halbfinal des Schweizer Leichtgewicht-Doppelzweiers mit Patricia Merz und Frédérique Rol statt. Der Halbfinal von Skifferin Jeannine Gmelin wurde derweil von Mittwoch auf Donnerstag verlegt.

Von den Verschiebungen vorerst nicht betroffen sind Barnabé Delarze und Roman Röösli. Der Schweizer Doppelzweier kämpft planmässig am Mittwoch im A-Final um die Olympia-Medaillen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Juli 2021 10:10
aktualisiert: 25. Juli 2021 10:10