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Historischer Triumph

Dreifach-Sieg für die Schweiz im Mountainbike

30. Juli 2021, 09:14 Uhr
Die Schweiz feiert an den Olympischen Spielen in Tokio einen historischen Erfolg. Im Cross-Country-Rennen der Mountainbikerinnen feiern Jolanda Neff, Sina Frei und die Urnerin Linda Indergand einen Dreifachsieg.
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Quelle: SRF

Neff siegte nach langer Solofahrt mit mehr als einer Minute Vorsprung vor Frei. Acht Sekunden hinter Frei wurde Indergand Dritte. Für alle ist es die erste Medaille an Olympischen Spielen. Ein reines Schweizer Podest gab es an Sommerspielen letztmals 1936 im Turnen durch Georges Miez, Josef Walter und Eugen Mack.

Für Linda Indergand ist der Gewinn der Bronze-Medaille «mega». Ihre Teamkollegin Sina Frei, mit der sie um die Silbermedaille gekämpft hat, habe sie gepusht, sagte sie im emotionalen Interview mit SRF:

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Quelle: Tele 1

Enttäuschung für Topfavoritin

Loana Lecomte, die grosse Favoritin aus Frankreich, die sämtliche Weltcuprennen der Saison gewonnen hat, verpasste das Podest als Sechste deutlich. Auch Lecomtes Landsfrau Pauline Ferrand-Prévot gehörte als Zehnte zu den grossen Geschlagenen. Die Weltmeisterin hielt zunächst am besten mit Neff mit, fiel aber unter anderem wegen eines Sturzes noch weit zurück.

Erste Verfolgerin des Schweizer Trios war schliesslich keine Französin und auch keine andere Mitfavoritin, sondern die erst 19-jährige Ungarin Blanka Vas, die im UCI-Ranking ausserhalb der Top 70 geführt wird. Sie klassierte sich am Schluss auf Rang 4.

Ein Bild für die Ewigkeit.
© Getty Images

Schweizerinnen dominieren von A bis Z

Den Schweizerinnen glückte derweil ein perfektes Rennen. Neff setzte sich wie zu ihren Glanzzeiten bereits kurz nach dem Start alleine ab und schuf sich noch vor Ende der zweiten von fünf Runden eine komfortable Reserve. Das sagte sie nach dem Rennen:

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Quelle: Keystone-SDA

Nur sechs Wochen nach dem erlittenen Handbruch am Weltcup in Leogang und mehr als drei Jahre nach ihrem letzten Sieg im Weltcup spielte sie ihr technisches Können eindrücklich aus. Die 28-Jährige meisterte die heiklen Passagen nicht nur am stilsichersten, sondern auch am schnellsten.

Hinter Neff ergab sich für Frei und Indergand auch deshalb eine günstige Konstellation, weil die Konkurrentinnen reihenweise patzten. Im Zweiergespann setzten sich die 24-jährige Zürcherin und die 28-jährige Urnerin schliesslich vom Rest ab, wobei Frei am Ende die grösseren Kraftreserven hatte.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. Juli 2021 09:23
aktualisiert: 30. Juli 2021 09:14