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Highlights des Spiels

Dem EVZ fehlt noch ein Sieg für den Halbfinal

Tobias Hotz, 22. April 2021, 05:48 Uhr
Die Zuger Achterbahnfahrt in der Viertelfinalserie gegen den SC Bern geht weiter. Dem EVZ gelingt erneut eine starke Reaktion auf die Niederlage in Bern. Nach dem 5:2-Heimsieg fehlt den Zugern noch ein Sieg für die Halbfinal-Qualifikation.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

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Am Montag in Bern zerstörte der EVZ sein Spiel vor allem im dritten Drittel mit vielen dumme Strafen. “Wir müssen den Stock auf dem Eis behalten”, sagte Lino Martschini im Hinblick auf das fünfte Duell gegen den SC Bern. Und tatsächlich waren die Zuger am Mittwochabend viel disziplinierter. Dass der Ursprung des ersten Berner Treffers durch Simon Moser in der 14. Spielminute dennoch eine Strafe gegen Zugs Claudio Cadonau war, kann auch im Spiel eines disziplinierten EVZ passieren. Der Zuger Verteidiger musste auch nicht wegen einer Undiszipliniertheit in die Kühlbox, sondern weil er mit unerlaubten Mitteln verhinderte, dass Berns Christian Scherwey ungestört auf Leonardo Genoni zulaufen konnte.

Zug mit einem Blitzstart

Berns Treffer konnte die Zuger Mannschaft relativ gelassen zur Kenntnis nehmen. Zu überlegen sind sie in die Partie gestartet. Sie führten bereits nach knapp sieben Minuten 2:0. Livio Stalder und Dario Simion mit seinem fünften Playoff-Treffer haben deutlich die Marschrichtung für den restlichen Verlauf der Partie vorgegeben. Grégory Hofmann machte bei seiner Vorarbeit zum 2:0 eindrücklich sichtbar, welches Team das schnellere Eishockey spielt. Mit zwei schnellen Schritten verschaffte sich der Nati-Stürmer den nötigen Platz und passte herrlich zu Dario Simion, der Berns Schlussmann Tomi Karhunen keine Chance liess.

Ruhiges Mitteldrittel mit spektakulärem Ende

Auch im zweiten Drittel war der Quali-Sieger schnell erfolgreich. Carl Klingberg traf nach etwas mehr als zwei Minuten im Mittelabschnitt. Danach plätscherte das Spiel lange gemächlich vor sich hin. Leonardo Genoni konnte einige Male beweisen, dass er den besseren Abend einzog als noch am Montag. Wirklich zwingend suchte der SCB den Anschlusstreffer aber nicht. Die Zuger Mannschaft hatte mehrheitlich den Puck in den eigenen Reihen.

Kurz vor der zweiten Sirene gelang dem SCB durch Thierry Bader doch noch der Anschlusstreffer. Mit dem besseren Gefühl ging aber trotzdem das Heimteam in die Pause. Der Zuger Zauberfloh Lino Martschini konnte nur 16 Sekunden nach dem Berner Treffer mit einem trockenen Abschluss den alten Zweitorevorsprung wiederherstellen. Ein Treffer des Zuger Willens und gegen die Berner Moral.

Souverän wie ein Halbfinalist

Auch im dritten Viertelfinal-Heimspiel gelingt dem EVZ ein sehr verdienter Sieg. Kurz vor Schluss trifft Tobias Geisser zum 5:2 Schlussstand ins leere Tor. Ihm gelingt nicht das perfekte Spiel wie noch beim 3:0 im dritten Spiel. Doch liess er auch beim 5:2 Sieg nie Zweifel aufkommen, welche Mannschaft das Eis als Sieger verlassen wird. Einziger Kritikpunkt am Zuger Spiel ist, dass sie im Powerplay erneut sehr harmlos blieben.

Noch harmloser als das Überzahlspiel der Zuger war der SCB im dritten Drittel. Kein Aufbäumen, keine Bissigkeit und keine Torchancen zeigten die Berner. Als hätten sie vergessen, dass sie zumindest einen Sieg in Zug brauchen für den Einzug in den Halbfinal.

Dieser kann den Zuger bereits am Freitag in Bern gelingen. Mit einer Leistung wie in den bisherigen Heimspielen fast schon Formsache. Doch bei dieser Achterbahnfahrt ist auch die nächste 2:6 Klatsche denkbar.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. April 2021 19:44
aktualisiert: 22. April 2021 05:48