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Schlusspfiff

Der FC Luzern verliert gegen Basel mit 1:3

28. November 2021, 20:07 Uhr
Neuer Trainer, alte Sorgen. Auch Sandro Chieffo kann (noch) keine Wunder vollbringen und verliert gegen effiziente Gäste aus Basel mit 1:3.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday / David Migliazza

Seit Donnerstag hält Sandro Chieffo die Stricke der ersten Mannschaft des FC Luzern in den Händen. Dass der Gegner heute jedoch keine Lust hatte bei diesem Debut Spalier zu stehen, merkten die Einheimischen bereits in der 3. Minute. Nach einem katastrophalen Zuspiel von Domgjoni zu Edon Zhegrova, fackelte dieser nicht lange und bediente elegant mit dem Aussenrist Cabral, welcher vor Domgjoni zur Führung einköpfte. Das absolute Horrorszenario versetzte die Luzerner in eine kurze Schockstarre. In der Folge beruhigte sich das Spielgeschehen. Die Luzerner waren bemüht, jedoch oft zu ungenau. In der 20. Minute kam Ugrinic mit einem Distanzschuss ans Aussennetz. Und dem Ausgleich kam Sorgic in der 23. Minute enorm nahe, als er aus rund elf Metern das Tor jedoch kläglich verpasste. Ein Energieanfall von Tasar, der am rechten Strafraumrand den Ball erkämpfte, mit Schürpf einen Doppelpass spielte und schlussendlich mit einem satten Schuss das Tor knapp verfehlte, war in der 30. Minute die nächste gute Szene der Einheimischen. Diese waren weiterhin spielbestimmend und kamen in der Folge zu zwei Foulfreistössen aus dem rechten Halbfeld. Bei beiden Versuchen kam Domgjoni aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, aber auch er konnte Lindner nicht bezwingen. Mittlerweile wäre der Ausgleich hoch verdient, auch weil der FCB nicht wirklich mehr am Spielgeschehen teilnahm. So blieb es bei diesem knappen Rückstand für den FCL zur Pause.

Frühes Gegentor sorgte für die Entscheidung

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Gäste wie schon zu Beginn des Spiels auf einen Treffer. Dieser kam dann auch prompt in der 49. Minute: Raul Pedretta wurde mustergültig von Zhegrova bedient und dieser bekundete keine Mühe aus rund 16 Meter zentral vor dem Tor die Führung auszubauen. Die Reaktion der Einheimischen war da, jedoch wie schon in der ersten Halbzeit zu ungenau und nicht zwingend. Höhepunkt dessen war in der 58. Minute, als Wehrmann als hinterster Mann versuchte Palacios auszuspielen, was kläglich misslang und Palacios unbedrängt zum 3:0 einschieben konnte. In der Folge war das Spiel der Luzerner ein Spiegelbild der aktuellen Situation: Viel Verunsicherung, kein Selbstvertrauen in den einzelnen Aktionen, und war man mal gefährlich in der Nähe des Tores, so fehlte es an der Genauigkeit des letzten Zuspiels. Was dem Team von Sandro Chieffo jedoch nicht vorgeworfen werden kann, war deren tadellose Einstellung und Motivation, doch noch etwas zählbares zu erzwingen. So scheiterte Tasar nach einem Energieanfall des Eingewechselten Cumic (kam für Sorgic) in der 75. Minute knapp. Auf der anderen Seite die Basler, welche sich mit dieser komfortablen Führung zufriedengaben, und hinten mehr oder weniger sicher standen. Schlecht war sicherlich aber nicht alles aus Sicht der Zentralschweizer. Dass Qualität in dieser Mannschaft steckt, zeigt nicht zuletzt auch das wunderbare Tor von Nikola Čumić in der Nachspielzeit.

So endete diese erste Partie des Interimstrainer Chieffo ernüchternd mit einer 1:3 Niederlage. Die kommende Woche wird zeigen, ob dieser die richtigen Worte finden wird, um das Selbstvertrauen der Equipe wieder auf Vordermann zu bringen.

Mann des Spiels

Sandro Chieffo, das neue Gesicht an der Seitenlinie der Einheimischen versuchte seine Mannen stets mit positiven Worten zu motivieren.

Szene des Spiels

Symptomatisch für die Verunsicherung der Einheimischen versuchte Wehrmann als letzter Mann im eigenen Strafraum Palacios auszuspielen, was gründlich misslang.

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(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 28. November 2021 16:17
aktualisiert: 28. November 2021 20:07