FC Luzern will europäisch für Furore sorgen | PilatusToday
Conference League

FCL ist heiss auf Djurgarden: «Haben die ganze Saison darauf hingearbeitet»

Daniel Schmuki, 26. Juli 2023, 21:05 Uhr
Am Donnerstagabend startet der FCL ins Abenteuer Europa. Er trifft im Hinspiel der Conference-League-Quali auf den schwedischen Vize-Meister Djurgarden. Trotz dürftiger Bilanz in Europa: Die Luzerner sind zuversichtlich, sich eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel zu schaffen.

Quelle: PilatusToday/Andreas Wolf

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Der FC Luzern und Europa – das ist bisher keine Liebesbeziehung. Noch nie in der Klubgeschichte haben die Luzerner eine europäische Gruppenphase erreicht. Mal für Mal sind sie in der Qualifikation gescheitert. Zum Teil an bekannten Gegnern wie Espanyol Barcelona oder Feyenoord Rotterdam, aber auch schon an absoluten Underdogs wie St. Johnstone.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Diesmal soll alles besser werden. Unter diesem Motto ist der FCL am Mittwoch nach Stockholm gereist. Denn ein Spiel auf europäischer Ebene sei gar nicht so anders als ein Spiel in der Super League, betont FCL-Trainer Mario Frick: «Der einzige Unterschied ist, dass du gegen europäische Teams spielst, die einen anderen Spielstil oder eine andere Fussballkultur haben. Daran musst du dich möglichst schnell gewöhnen.»

Quelle: PilatusToday/Sophie Müller

Und genau das sei die Aufgabe des Staffs: Der Mannschaft möglichst gut aufzuzeigen, wo die Stärken und Schwächen von Djurgarden liegen, was für Lösungen die gegnerischen Spieler jeweils in der Offensive suchen und wo sie defensiv verwundbar sind. «Sobald der Anpfiff erfolgt ist, wird es ein Match wie gegen Basel, YB oder Lugano.»

Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht. Denn die FCL-Spieler müssen sich nicht nur auf einen für sie neuen Gegner einstellen, sondern auch auf einen absoluten Hexenkessel. «Die Stimmung im Stadion ist sensationell», sagt Frick, der sich vor eineinhalb Wochen vor Ort selbst ein Bild vom bevorstehenden Gegner machte. «Aber damit muss ein Spieler umgehen können.»

Spielrhythmus spricht für Djurgarden

Betrachtet man nur den Marktwert der beiden Teams, sind die Luzerner leicht zu favorisieren. Doch ein anderer Punkt spricht für Djurgarden. In Schweden ist die neue Saison bereits seit längerem im Gang. Das Team hat schon 17 Meisterschaftsspiele in den Knochen und liegt in der Tabelle auf Rang vier. Die Luzerner auf der anderen Seite haben bisher erst gegen Winterthur gespielt – und im Saisonauftaktspiel bekanntlich alles andere als brilliert.

Die Tele2-Arena in Stockholm ist ein richtiges Schmuckstück.

© PilatusToday

«Wir haben Luft nach oben. Aber wir haben unsere Qualitäten bereits genug oft unter Beweis gestellt. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich», versucht der Trainer bereits wieder das Positive hervorzuheben. «Die Mannschaft wird top motiviert sein. Wir haben die ganze Saison auf diesen Moment hingearbeitet. Jetzt ist dieser Moment da. Wir müssen bereit sein.»

Premiere auf europäischem Parkett

Zuversichtlich ist auch Pascal Loretz. Der neue Stammkeeper der Luzerner hat den FCL gegen Winterthur zum Remis gehext und reihenweise Chancen zu Nichte gemacht. «Wir sind top vorbereitet auf das Spiel und werden alles raushauen, auch wenn das Spiel gegen Winterthur nicht das war, was wir uns vorgestellt haben.»

Für den 20-jährigen Krienser wird es der erste Einsatz in einem europäischen Klubwettbewerb. Da könnte man gut und gerne etwas nervös werden. Doch nicht Pascal Loretz: «Im Moment hält sich die Nervosität noch in Grenzen. Die Vorfreude ist extrem gross.» Um die Vorfreude etwas zu stillen, hat er sich bereits vorgängig im Internet ein paar Bilder des Stadions angeschaut. Sein Fazit? «Es sieht super aus!»

500 FCL-Fans in Stockholm erwartet

Unterstützung erhält Loretz am Abend nicht nur von seinen Eltern, die nach Stockholm mitgereist sind. Auch gegen 500 weitere FCL-Fans werden in der schwedischen Hauptstadt erwartet. Und die Erwartungshaltung ist klar: Sie wollen einen erfolgreichen FCL sehen – oder zumindest einen FCL, der sich fürs Rückspiel in einer Woche alle Chancen offenlässt.

Genau das ist auch das erklärte Ziel von FCL-Trainer Mario Frick: «Wir wollen uns eine gute Ausgangslage für den nächsten Donnerstag schaffen.» Doch was heisst das konkret? «Am besten gewinnen. Das ist unser grosses Ziel. Aber wir nehmen je nach Spielverlauf auch ein Unentschieden.»

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 27. Juli 2023 10:28
aktualisiert: 27. Juli 2023 10:28
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