FCL gegen GC

Jashari kommt zurück und Frick hat Erwartungen

8. April 2022, 20:12 Uhr
Showdown im Letzigrund: Nein, es geht nicht um den möglichen Meistertitel des FCZ, sondern um den Kampf um den Barrageplatz zwischen GC und dem FCL. Beide Teams wissen: Verlieren ist verboten!
Ardon Jashari kehrt nach seiner Gelbsperre wieder zurück in die FCL-Startelf.
© KEYSTONE/URS FLUEELER
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Aus Luzerner Sicht gilt nicht nur «verlieren verboten», sondern es heisst eigentlich vielmehr «Ein Sieg ist Pflicht». Mit aktuell fünf Punkten Rückstand auf GC und den 8. Platz müssen die Luzerner die drei Punkte holen, wenn sie noch ernsthafte Ambitionen auf den rettenden 8. Platz haben wollen. «Es gibt aber auch danach noch sieben Spiele, die dürfen wir auch nicht vergessen», betont FCL-Mittelfeldjuwel Ardon Jashari. Der junge FCL-Profi hat seine Gelbsperre gegen Lugano abgesessen und kommt nun wieder zurück in den Kader und wohl auch direkt in die Startelf. «Ardon hat diese physische Präsenz als 6er», weiss Mario Frick. «Zudem spielt er unglaubliche Bälle in die Tiefe». Etwas, was zuletzt beim 2:2 gegen Lugano gefehlt hat. «Da haben wir zu sehr auf Sicherheit gespielt. Zu oft einfach zurück oder quer. Das war in der ersten Hälfte überhaupt nicht gut», analysiert Frick das Lugano-Spiel mit einem Blick zurück.

Druck auf GC steigt

Gegen GC dürfte es wohl auch einfacher sein, sich offensiv in Szene zu setzen, da die Züricher selbst auch aktiv mitspielen werden. Nicht wie zuletzt Lugano, das eher defensiv ausgerichtet war. «Dass wir gegen Lugano offensiv nicht in Erscheinung traten, lag aber nicht an den Tessinern», so Frick. «Wir waren schlichtweg selbst schuld. Das müssen wir unbedingt verbessern und wieder mehr Bewegung ins Spiel bringen. Die zweiten Bälle attackieren und schnell in die Tiefe spielen.»

Auch die Zürcher wissen um die Wichtigkeit dieses Spiels. Wobei bei GC die Devise «nicht verlieren» eher zieht als «Sieg ist Pflicht». Doch GC spürt den FCL-Atem im Nacken. «GC war lange nicht in dieser Situation und hatte eigentlich einen schönen Vorsprung. Doch nun ist dieser weg und sie befinden sich doch noch im Abstiegskampf», meint Frick. «Dass GC auf einmal in dieser Situation ist und damit zurückkommen muss, kann sicherlich ein Vorteil für uns sein».

Mehr Box-Präsenz

Das Spiel gegen GC verpassen Jordy Wehrmann und Varol Tasar aufgrund von vielen gelben Karten. Ansonsten kann Mario Frick beinahe aus dem Vollen schöpfen. Verletzungsbedingt absagen müssen noch Thoma Monney, Pascal Loretz sowie Pascal Schürpf. Die beiden gegen Lugano noch gesperrten Ardon Jashari und Marvin Schulz sind wieder einsatzbereit. Doch wie stellt Mario Frick auf? Zuletzt hat er betont, wenn ein Stürmer trifft, so spiele dieser wieder. Ist Marko Kvasina daher in der Startelf? «Er hat sicherlich gute Chancen, von Beginn an zu spielen», lässt sich Frick in die Karten schauen. «Aber nicht nur wegen seines Tors gegen Lugano, sondern weil er auch eine unglaubliche Präsenz in der Box hat. Mit seiner Grösse überragt er die meisten Spieler und bietet uns so eine wichtige Variante für unser Spiel.»

Box-Präsenz wird sicherlich gegen GC nicht nur von Kvasina verlangt. Es bleibt zu hoffen, dass die Luzerner wieder mehr «Chaos» anrichten können im gegnerischen Strafraum als zuletzt.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 8. April 2022 20:06
aktualisiert: 8. April 2022 20:12