Sieg gegen FCSG

Luzern holt drei Punkte: «Wir haben im Moment eine geile Moral»

18. April 2022, 18:59 Uhr
Spektakel war angesagt, Spektakel wurde geboten. Der FC Luzern gewinnt zu Hause gegen St. Gallen 3:2. Und das, obwohl die Luzerner zweimal einen Rückstand aufholen mussten. Am Schluss jubeln der FCL und die Fans über drei immens wichtige Punkte.

Anders als noch vor einigen Wochen gelingt diesmal den St. Gallern der Blitzstart ins Spiel. Es gibt erst eine Doppelchance und dann Elfmeter. In der 13. Minute zeigt Sandro Schärer auf den Punkt, nachdem der VAR auf ein Handspiel von Mo Dräger hingewiesen hat. Victor Ruiz bringt St. Gallen zum ersten Mal in Front.

Trotz zahlreichen und teils auch richtig guten Chancen gelingt dem FCL vor der Pause kein Treffer. Und so wird in der Halbzeit einmal mehr über die fehlende Luzerner Effizienz moniert. Hätten die Fans gewusst, was für eine zweite Hälfte auf sie zukommt, hätten sie sich an den Sitzen festgeschnallt. So viel sei schon mal verraten, am Schluss sass definitiv niemand mehr in der Swissporarena.

Joker-Tore bringen die Entscheidung

Doch Schritt für Schritt: Lange schien es dabei zu bleiben, dass die Luzerner der fehlenden Effizienz nachtrauern. Eine Viertelstunde vor Schluss dann auf einmal Aufregung um ein St.Galler Handspiel. Auch hier greift der VAR ein und auch hier zeigt Schärer nach Konsultation der Bilder auf den Punkt. Marvin Schulz trifft zwar erst im Nachschuss, aber drin ist drin und so steht es 1:1. Doch nicht lange. Denn nur acht Minuten später bringt Betim Fazliji die Ostschweizer wieder in Front. Nun geht’s definitiv drunter und drüber. Erst macht der eingewechselte Dejan Sorgic den erneuten Ausgleich ehe dann in der Nachspielzeit Ibrahima Ndiaye die Swissporarena zum Kochen bringt. 3:2 für den FCL dank dem zweiten Joker-Treffer.

Es sind drei unglaublich wichtige Punkte für die Mannschaft von Mario Frick. Da GC am Samstag gegen Servette gewann, mussten die Luzerner nachlegen, um den Anschluss an Platz acht nicht komplett zu verlieren. Dies taten die Luzerner mit einer grossartigen Moral. Mit genau dieser Einstellung und diesem Engagement muss auch das Cup-Halbfinale am Donnerstag gegen Lugano angegangen werden.

Szene des Spiels

Ekstase Total in der 92. Minute! Flanke Ugrinic, Kopfball Ndiaye, Tooooooor für den FC Luzern. Das 3:2 ist die Krönung einer weiteren Aufholjagd. Natürlich müssen sich die Luzerner selber an der Nase nehmen, dass sie überhaupt erst wieder einen Rückstand aufholen mussten. Unter dem Strich aber bleibt die riesige Freude über Ndiayes Tor und drei wichtige Punkte.

Mann des Spiels

Einen Spieler rauszupicken, ist schwer. Die «Männer» des Spiels sind die Einwechselspieler. Schürpf, Sorgic, Ndiaye, Sidler und Tasar bringen mächtig Schwung und schlussendlich auch die Entscheidung. Mit zwei Joker-Toren drehen Sorgic und Ndiaye das Spiel.

Stimmen zum Spiel

Der FCL-Verteidiger Denis Simani beschreibt das Spiel in drei Worten: «Wechselbad der Gefühle.» Schöner hätte sich der FCL-Spieler den Ostermontag nicht vorstellen können obwohl der FC Luzern dafür viel Aufwand brauchte. «Wir haben einen grossen Aufwand für die drei Tore betrieben einen vielfach höheren als der FC St.Gallen», sagt Simani.

Die Punkte seien sehr wichtig im Abstiegskampf und gegen den FCSG «umso schöner». «Es tut so gut, unseren Fans drei Punkte zu schenken. Wir haben im MOment eine so geile Moral und es macht Spass.»

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Auch Marvin Schulz, Torschütze zum 1:1, spricht von einem «schönen Sieg». Es habe eine «geile Stimmung» geherrscht. «Man sieht, dass wir hart gearbeitet und uns immer zurückgekämpft haben. Jeder ist für jeden da.»

Der Sieg sei nicht unverdient. «Wir leben den Fussball und wollen so viele Punkte wie möglich machen.» Schulz spricht auch über den Cup-Halbfinal am Donnerstag gegen Lugano: «Wir haben noch einmal gezeigt, was wir können, jetzt können wir am Donnerstag richtig angreifen.»

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: PilatusToday

Luzern - St. Gallen 3:2 (0:1)

13'491 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 13. Ruiz (Handspenalty) 0:1. 75. Schulz (Handspenalty-Nachschuss) 1:1. 83. Fazliji (Lungoyi) 1:2. 85. Sorgic (Jashari) 2:2. 91. Ndiaye (Ugrinic) 3:2.

Luzern: Müller; Dräger (78. Sidler), Schulz, Simani, Frydek; Jashari; Gentner (62. Tasar), Ugrinic; Cumic (72. Schürpf); Kvasina (72. Sorgic), Abubakar (62. Ndiaye).

St. Gallen: Zigi; Cabral, Stergiou, Maglica, Schmidt; Quintilla; Görtler, Fazliji; Ruiz (67. Besio); Von Moos (83. Lungoyi), Guillemenot (67. Schubert).

Bemerkungen: Luzern ohne Burch (gesperrt), Campo, Loretz, Monney und Ottiger (alle verletzt), St. Gallen ohne Duah, Münst, Stillhart, Toma und Witzig (alle verletzt). 1. Schuss von Guillemenot streift die Latte. 75. Zigi lenkt Handspenalty von Schulz an den Pfosten. 15. Tor von Kvasina wegen Offside aberkannt. Verwarnungen: 13. Dräger (Handspiel). 70. Quintilla (Foul). 74. Fazliji (Reklamieren). 74. Maglica (Handspiel). 93. Schubert (Unsportlichkeit).

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 18. April 2022 13:39
aktualisiert: 18. April 2022 18:59
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