Barrage oder Ligaerhalt?

«Wir sind keine Träumer, sondern Realisten»

21. Mai 2022, 07:41 Uhr
Ein Spiel. Eine letzte Chance. Der FC Luzern muss am Sonntag auswärts gegen Zürich gewinnen und gleichzeitig auf eine Sion-Niederlage gegen Servette hoffen. Nur so kann der FCL den direkten Ligaerhalt doch noch schaffen.
«Wir sind keine Träumer, sondern Realisten. Klar beschäftigen wir uns mit der Barrage», so FCL-Trainer Mario Frick.
© KEYSTONE/Philipp Schmidli

Es ist eine Chance, zugegebenermassen eine extrem kleine Chance, doch solange sie sich bietet, will der FCL alles tun, um sie zu nutzen. «Wir sind keine Träumer, sondern Realisten. Klar beschäftigen wir uns mit der Barrage», stellt FCL-Trainer Mario Frick klar. «Aber im Fussball hat es immer wieder Wunder gegeben, wie beispielsweise zuletzt auch in der Bundesliga. Es ist immer alles möglich und wir werden gegen Zürich auf Sieg spielen.»

Die Vorrunde als Hypothek

Den FCL-Mannen bleibt auch nichts anderes übrig. Selbst bei einer Niederlage gegen Zürich weiss man, diese Saison hat man nicht in den letzten zwei Spielen verbockt. «Wir haben zuletzt teilweise richtig gut gespielt. Wir haben 26 Punkte geholt und sind mit Basel das drittbeste Team der Rückrunde», rechnet Mario Frick vor. Es scheint, dass es trotzdem nicht für den direkten Klassenerhalt reicht.

Doch drehen wir die Ansicht – betrachten wir das Glas als halbvoll und nicht halbleer. Der FCL hat sich nach einer katastrophalen Vorrunde zurück gekämpft. Hat Mentalität bewiesen, Einsatz gezeigt und hat nach zwischenzeitlich neun Punkten Rückstand auf Platz 8 eine Aufholjagd hingelegt. Der FC Luzern hat es aus eigener Kraft geschafft, dass man sich nun am letzten Spieltag mit etwas Schützenhilfe doch noch direkt in der Liga halten könnte. Lange Zeit sahen die Luzerner wie der direkte Absteiger aus. Noch länger schien Platz 8 unerreichbar.

Showdown im ausverkauften Letzigrund

Dass es nun zum Showdown am letzten Spieltag kommt, haben sich die Luzerner selbst zu verdanken. Und darauf dürfen sie auch Stolz sein. Zumindest ein kleines bisschen. Denn Demut steht dem FCL auch ganz gut, nach dieser unterm Strich schlechten Saison.

Die ganzen Rechenspiele vor dem Zürich-Spiel, alles «was wäre wenn», bringt nichts. In erster Linie muss der FCL gewinnen. Holt er die drei Punkte, dann kann er auf die Nebenplätze schauen. Doch zuerst gilt der volle Fokus auf die eigene Leistung. Im ausverkauften Letzigrund wird die Siegesmission der Luzerner ohnehin nicht einfach. Doch sie ist auch nicht unmöglich. In der Rückrunde hat der FCL bewiesen, dass er gegen jedes Team bestehen kann. Auch gegen den künftigen Meister Zürich.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 21. Mai 2022 07:41
aktualisiert: 21. Mai 2022 07:41
Anzeige