FC Luzern

«Wir zweifeln nie» - Wenn es doch nur so einfach wäre

Philipp Breit, 17. Juli 2020, 16:27 Uhr
FCL-Trainer Fabio Celestini muss seiner Mannschaft die Erfolgsspur wieder zeigen.
«Wir zweifeln nie». Das Motto von FCL-Trainer Fabio Celestini scheint wichtiger als je zuvor. Seit drei Spielen ist der FCL nun sieglos. Zu denken geben müssen den Luzernern insbesondere ihre Auftritte in den ersten Halbzeiten.

0:2 gegen Servette, 0:2 gegen Lugano und 0:3 gegen St. Gallen. Nein, das sind keine Schlussresultate. So stand es zuletzt nach 45 Minuten aus Sicht des FC Luzern.

Warum die Luzerner zuletzt derart schlecht in die Spiele gestartet sind, wirft selbst bei den Spielern und Trainer Fragezeichen auf. «Es fehlt nicht an Willen und Motivation», betont FCL-Trainer Fabio Celestini. Auch Lorik Emini bläst ins gleiche Horn: «Wir sind vor den Spielen heiss und wollen alles geben». Wenn dem so ist, bleibt dennoch die Frage: Warum diese höchst diskutablen Auftritte gegen Servette, Lugano und St. Gallen in der ersten Halbzeit? «Manchmal braucht es nicht viel, du verlierst ein paar Zweikämpfe und du machst unnötige Eigenfehler», geht Lorik Emini auf Ursachenforschung. Der Mittelfeld-Puncher hatte gegen St. Gallen die Möglichkeit, das Spiel von zu Hause aus vor dem Fernseher zu verfolgen. Der Jungspund fehlte Gelb gesperrt. Und prompt liess der FCL insbesondere im Mittelfeld den notwendigen Biss vermissen. Die Niederlage gegen St. Gallen aber nun auf das Fehlen von Emini abschieben, das scheint dann doch zu einfach.

Fabio Celestini lässt es nicht aus, zu betonen, dass man nicht vergessen dürfe woher der FCL komme. Noch nach der Vorrunde waren die Luzerner ein Abstiegskandidat mit gerade einmal 18 Pünktchen auf dem Konto. Nun, 13 Spieltage später, sieht die sportliche Lage bei den Luzernern durchwegs anders aus. 42 Punkte sind auf dem Konto, der FCL ist auf Platz 5 und liegt nur 3 Punkte hinter einem europäischen Platz. Alles in Lot also? Mitnichten! Die Angefressenheit bei den Luzernern nach den zuletzt sieglosen Spielen zeigt, dass die Mannschaft durchaus weiss, dass sie mehr kann, als sie gezeigt hat. Die Mannschaft weiss aber auch, dass die Erfolge in der Rückrunde nicht auf Glück und Zufall basieren.

Sie sind das Resultat von harter Arbeit, konsequentem Teamgeist und einem unabdingbaren «Alle für einen und einer für alle». Und dass der FCL dies kann, hat er unter Fabio Celestini durchaus bereits bewiesen. Nun liegt es an den Spielern, sich diesen Werten wieder bewusst zu werden. Mehr noch: Sie auf dem Platz auch zu zeigen. Ein gutes Gefühl beim Einlaufen und vor dem Spiel reicht eben dann doch nicht aus. Es gilt, wenn der Schiedsrichter pfeift und das Spiel läuft.

Am Sonntag gastiert nun Xamax in der Swissporarena. Die Neuenburger sind akut abstiegsbedroht und werden am Sonntag wohl alles raushauen. «Wir sind in keiner schwierigen Situation», betont Lorik Emini, «Wir haben gegen St. Gallen ein schlechtes Spiel gemacht, das ist so. Aber das kann jedem mal passieren. Gegen Xamax werden wir von Anfang an Vollgas geben und das einzige Ziel sind die drei Punkte».

Beim Spiel nicht mittun können aus Luzerner Sicht die Langzeitverletzten Christian Schwegler, Tsiy Ndenge und Marco Burch. Ob Ibrahima Ndiaye wieder einsatzbereit ist, wird sich in den Abschlusstrainings zeigen. Sicherlich ebenfalls nicht mit dabei ist Marvin Schulz. Der Deutsche sitzt eine Sperre wegen zu vieler gelben Karten ab.

Luzern gegen Xamax, Anpfiff ist am Sonntag um 16.00 Uhr. Das Spiel gibt es live auf Radio Pilatus oder auch in unserem Liveticker auf pilatustoday.ch

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. Juli 2020 20:25
aktualisiert: 17. Juli 2020 16:27