Fussball

Absteiger SC Kriens: Mit «viel Elan» in die neue Liga

24. Juni 2022, 09:13 Uhr
Der von der Challenge in die Promotion League abgestiegene SCK steht seit Montag wieder im Training. Diverse «Stars» sind nicht mehr dabei.
Der neue Kriens-Trainer Sven Lüscher.
© PD

«Wir wollen zuerst die Strukturen schaffen, damit wir für eine Rückkehr in die Challenge League bereit sind», sagte Werner Baumgartner, der Präsident des im Mai in die Promotion League abgestiegenen SC Kriens. Die Krienser nahmen am letzten Montag im Kleinfeld-Stadion unter der Leitung ihres neuen Trainers Sven Lüscher (Bild) den Trainingsbetrieb wieder auf. «Wir sind positiv in diese erste Trainingswoche gestartet», sagt der 38-Jährige, «die Jungs ziehen mit viel Elan mit.»

Fünf Trainingseinheiten (in der Regel ab 18 Uhr) stehen in dieser Woche total auf Lüschers Plan und Programm, dazu kommen die Testspiele gegen die Safp (Team der vertragslosen Spieler) am Samstagmorgen im Kleinfeld (11 Uhr) sowie gegen den FC Aarau am Samstagabend (18 Uhr in Turgi). Inklusive diverser Testspieler zeigten sich in dieser Woche bis zu 25 Spieler im SCK-Training.

Und doch steht das Kriens-Kader derzeit noch auf wackligen Beinen. Denn diverse Spieler könnten noch abspringen, falls ein Klub aus dem Profifussball ruft. Die Promotion-League-Saison wird am 6./7. August gestartet. Hier der Überblick über die Veränderungen rund um die 1. Mannschaft des SC Kriens:

Trainerstaff. Auf dem Trainer-Chefposten hat Sven Lüscher den Holländer René van Eck ersetzt. Van Eck ist nun als Assistenztrainer in der zweiten belgischen Liga tätig. Lüscher wird neu von Nino Lombardi assistiert. Lombardi war schon beim Nachwuchs des Teams Aargau Lüschers verlängerter Arm. Neu dabei ist auch Jonas Müller als Athletiktrainer, er spielte in sämtlichen Stufen des FCZ-Nachwuchses. Zurück kehrt Marco Meier als Goalietrainer. Nicht mehr dabei sind Dejan Todorovic (Assistent), Guido Stadelmann und Marco Egli (beide Torhütertrainer), Roberto Ghilmetti (Athletik) und Manuel Sigrist (Physiotherapeut).

Spielerkader. Kriens holte sieben (!) Spieler vom Ligakonkurrenten SC Cham: Mario Bühler (Ex-Vaduz, Ex-Winterthur), Marco Rüedi, Célien Wicht, Lukas Riedmann, Julian Hermann, Rrezart Hoxha und Mauro Bender. Vom FC Schötz kommt Topskorer Patrik Gjidoda. Und kurz vor der vertraglichen Verpflichtung steht Ensar Huruglica vom FC Emmenbrücke.

Weiterlaufende Verträge haben die beiden Torhüter Joschua Neuenschwander und Pascal Brügger. Torhüter Nummer drei ist weiterhin Joel Russo. Ebenso sind vertraglich noch eine weitere Saison an den SCK gebunden: Anthony Goelzer, Robin Busset, Elis Isufi, Ivan Harambasic, Nikola Sukacev und Liam Bollati. Weiter mit dabei sein dürfte Peter Ivanov, der im Winter den Sprung von der 3. Liga in die 1.Mannschaft schaffte. Abgänge wären hier vor allem noch möglich, wenn ein Verein aus der Challenge League Interesse zeigen würde.

Fünf Spieler nicht mehr im SCK-Training

Zum Auftakt in das neue Fussballjahr sind in dieser Woche diverse Führungsspieler der letzten Saison nicht zum Training in Kriens erschienen. Ihre Verträge sind ausgelaufen, sehr viel deutet darauf hin, dass sich die folgenden Spieler einem neuen Klub anschliessen werden: Helios Sessolo, Liridon Mulaj, Ransford Selasi, Enes Yesilçayir und Elia Alessandrini.

Als definitive Abgänge wurden vom SCK bisher gemeldet: Anthony Bürgisser (Bulle), Diogo Costa (Cham), Marijan Urtic, Oan Djorkaeff, Albian Avdijaj und Progon Maloku.

Noch unklar ist die Situation mit Partnerverein FC Luzern beziehungsweise mit FCL-Verstärkungen, zumal die Luzerner U21 via Wildcard in die Promotion League aufgestiegen ist und zukünftiger Gegner des SCK sein wird. Zum FCL zurück sind Ashvin Balaruban, Lino Lang, Mark Marleku und Aziz Binous. FCL-Leihspieler David Mistrafovic, der letzte Saison ebenfalls für Kriens spielte, wechselt in die zweite holländische Liga zu Helmond Sport.

Quelle: Luzerner Zeitung
veröffentlicht: 24. Juni 2022 09:13
aktualisiert: 24. Juni 2022 09:13
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