Super League

Mitten im Wirrwarr wird noch Fussball gespielt

5. April 2021, 04:05 Uhr
Wie gut konnte Ciriaco Sforza die Länderspielpause für seine Mannschaft nutzen
© KEYSTONE/Ti-PRESS/Samuel Golay
Ob dem Machtkampf, der im FCB tobt, könnte man vergessen, dass der Klub auch über eine Abteilung Fussball verfügt. Diese stellt am Ostermontag ein Team, das im St.-Jakob-Park Vaduz entgegentritt.

Mitten im möglicherweise lange währenden Kampf um die künftigen Besitzverhältnisse im Klub müssen sich die Spieler des FC Basel just gegen die aufstrebenden Vaduzer behaupten, die vor der Länderspielpause in Genf gegen Servette siegten. Werden die Wirren in der obersten Etage die Leistung auf dem Rasen beeinträchtigen?

Trainer Ciriaco Sforza hat von Präsident Bernhard Burgener schon vor Wochen trotz der anhaltend ungenügenden Leistungen die volle Rückendeckung bekommen und darüber hinaus die Zusicherung, dass er auch in der nächsten Saison der Cheftrainer sein werde.

Die sportliche Bilanz der rotblauen Mannschaft im neuen Jahr ist jedoch miserabel, und dies nicht nur gemessen an den dauerhaft hohen Ansprüchen und Erwartungen des früheren Serienmeisters. Von den acht Spielen der Rückrunde hat der FCB nur eines gewonnen, aber vier verloren. In der Rangliste widerspiegelt sich dies im Fall vom 2. auf den 5. Platz. Und die Reserve auf die genannten Teams auf den Plätzen 5 bis 8 ist nicht gross. Da jedoch die umliegende Konkurrenz auch laufend Punkte abgibt, würden die Basler den 2. Platz zurückerobern, wenn sie die Vaduzer bezwingen.

Als es schon im Herbst harzte, führte Sforza dies darauf zurück, dass er nicht genug Zeit für eine vernünftige Saisonvorbereitung gehabt hatte. Diese Zeit bekam er in der Winterpause. Aber danach wurden die Leistungen noch schlechter. Jetzt hatte Sforza dank der Länderspielpause neuerlich zwei Wochen Zeit, um die Spieler und die Mannschaft dorthin zu führen, wo er sie nach seinen Vorstellungen haben will. Wie gut er dabei vorangekommen ist, wird man vielleicht schon am Montag beurteilen können.

Das Spiel vom Ostermontag in der Übersicht:

Basel - Vaduz (2:2, 2:0). - Anspielzeit: 16.00 Uhr. - SR Hänni. - Absenzen: Xhaka, Jorge, Padula, Isufi (alle verletzt) und Kasami (Quarantäne); Obexer und Prokopic (beide verletzt). - Fraglich: - ; Gajic, Djokic, Wieser, Hug und Lüchinger. - Statistik: Unterdessen wissen alle, dass ein Sieg gegen den anfänglich möglicherweise unterschätzten Aufsteiger Vaduz keine Selbstverständlichkeit ist. Und der FC Basel hat derzeit den geringsten Anlass, irgendeinen Gegner zu unterschätzen. Von den letzten acht Spielen gewannen die Basler nur gerade eines (4:1 gegen Luzern). Vor jenem Heimsieg hatte die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza sieben Meisterschaftsspiele in Serie im St.-Jakob-Park nicht gewonnen. Die Vaduzer dagegen fürchten sich auch vor Auswärtsspielen nicht. In fremden Stadien holten sie zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen.

Rangliste: 1. Young Boys 27/60 (51:21). 2. Servette 27/38 (32:34). 3. Lugano 27/37 (32:29). 4. Lausanne-Sport 27/37 (38:36). 5. Basel 26/36 (39:38). 6. Zürich 27/34 (37:39). 7. St. Gallen 27/33 (35:37). 8. Luzern 27/32 (46:45). 9. Vaduz 26/26 (24:42). 10. Sion 27/26 (30:43).

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. April 2021 04:05
aktualisiert: 5. April 2021 04:05