Super League

Penalty-Festival für den FCZ bezwingt den FCL

7. November 2020, 22:44 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Der FCL verliert nach gutem Beginn wegen einer frühen Roten Karte gegen Lucas Alves und zwei Penaltys das Spiel gegen formstarke Zürcher mit 0:2. Damit bleibt der FCL punktemässig nach 6 Spielen auf 2 Zählern sitzen.

Nach zweiwöchiger Meisterschaftspause begannen der FCL stilsicher und liess den Ball mit schnellem Kombinationsspiel von Beginn weg in ihren Reihen zirkulieren. Die erste Chance liess dann auch nicht allzu lange auf sich warten. Martin Frydek, der linke Aussenverteidiger in Diensten des FCL, verpasste aus halblinker Position nur knapp. Die Luzerner waren in dieser Phase mit mehr Ballbesitz spielbestimmend und zwangen den FCZ tief in deren Platzhälfte zurück.

Es schien eine Frage der Zeit, bis der FCL zu guten Chancen kommen würde. Würde, denn ab der 20. Minute kam alles anders. Nach einem wegen Offside aberkannten Tor durch Kramer, leistete sich Varol Tasar im Mittelfeld einen folgenschweren Fehlpass. Er lancierten den Zürcher  Kramer, welcher sich blitzschnell gegen Alves und Knezevic behauptete und im Strafraum nur noch durch eine Foulspiel von Alves gestoppt werden konnte. Das Verdikt von Schiedsrichter Fähndrich war korrekterweise Penalty und die Rote Karte. Diese harte Dreifachbestrafung wurde vom VAR kontrolliert und als korrekt befunden. Den fälligen Strafstoss verwandelte Kolloli souverän. Der FCL war nun komplett von der Rolle. Nach dem taktischen Wechsel durch Celestini, wo Valon Tasar frühzeitig das Feld für Silvan Sidler räumen musste, folgten zwei harte Fouls durch Schaub und Sorgic, welche zu Recht den gelben Karton dafür bekamen.

Kurz vor der Pause schien der FCL das Spielgeschehen wieder ein wenig an sich reissen zu können. Aber es kam, wie es bereits in der 20. Minute der Fall war. Nach einem aberkannten Offsidetor durch Kolloli in der 45. Minute sprang der Ball Marvin Schulz in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit unglücklich an die Hand. Trotz starken Protesten und viel Unverständnis von Schulz entschied auch der VAR auf Penalty. Marchesano liess sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte cool zum 2:0 für den FCZ.

Viel Aufwand, kein Ertrag

Dass sich die Profis des FCL trotz nummerischer Unterzahl und zwei Toren Rückstand etwas vorgenommen hatten, sah man zu Beginn der zweiten Halbzeit gut. Sie pflegten wieder ein ordentliches Passspiel, jedoch ohne gefährlich in die Nähe des Zürcher Tores zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt wurden beim FCL definitiv Emotionen und den unbedingten Siegeswillen vermisst. Als dann in der 61‘ Spielminute auch noch der Zürcher Tosin mit der Gelb-Roten Karte vom Platz flog, keimte wieder Hoffnung in den Reihen der Luzerner auf. Diese versuchten nun den personellen Gleichstand unmittelbar in Tore umzumünzen. In der 66. Minute war Tsy Ndenge dem Torerfolg mit einem harten Schuss aus dem rechten Halbfeld an den Pfosten sehr nahe.

Das Momentum war nun auf den Seiten der Innerschweizer. Trainer Celestini versuchte mit einem Doppelwechsel nochmals Schwung und Emotionen ins Angriffsspiel zu bringen. Jedoch mussten die Luzerner dadurch ihre eigene Defensive lichten, was dem FCZ vermehrt zu Kontern verhalf. Auch die guten Möglichkeiten von Sidler (83. Minute) und Frydek (88. Minute) konnten das Score nicht mehr zu Gunsten des FCL wenden. So bleibt es bei diesen beiden Penalty-Gegentoren.

Abschliessend ist diese Niederlage aufgrund der fehlenden Bereitschaft und geringen Emotionen im Spiel des FCL absolut verdient. Auch konnte man während der gesamten Spielzeit nie wirklich Druck auf das Tor des FCZ ausüben. So verbleibt der FCL auch nach 6 gespielten Partien auf zwei Punkten sitzen. Es gilt nun, die Nationalmannschaftspause optimal für die kommenden Partien zu nutzen, um sich möglichst rasch den ersten Vollerfolg zu sichern.

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Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 7. November 2020 21:39
aktualisiert: 7. November 2020 22:44