National League

Spannung pur hinter Leader Zug

21. März 2021, 00:29 Uhr
Berns Torhüter Tomi Karhunen wird hier vom Luganesen Reto Suri bedrängt
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Der Kampf hinter dem souveränen Leader EV Zug um die fünf weiteren direkten Plätze in den Playoff-Viertelfinals könnte spannender kaum sein.

Die Differenz zwischen den zweitplatzierten ZSC Lions und dem siebtklassierten EHC Biel beträgt bloss vier Punkte.

Die Lions siegten in Zug 2:1 und rückten auf Kosten des spielfreien Fribourg-Gottéron und Genève-Servette vom vierten 4. auf den 2. Platz vor. Die Genfer siegten beim Tabellenletzten SCL Tigers nach dreimaligem Rückstand 4:3 nach Verlängerung. Das fünftrangierte Lausanne bezwang Biel nach einem 0:3-Rückstand mit 6:5 nach Overtime. Lugano überholte die Seeländer dank des vierten Sieges in Serie, einem 4:1 in Bern.

Lugano nicht zu stoppen

Während Bern die sechste Partie in den letzten neun Tagen bestritt, hatte Lugano sieben spielfreie Tage. Ob es daran liegt, sei dahingestellt, jedenfalls siegten die Bianconeri in Bern 4:1. Die Tessiner haben zum vierten Mal in Folge gewannen, zum vierten Mal mit nur einem Gegentreffer.

Grossen Anteil am Sieg der Gäste hatte der schwedische Verteidiger Tim Heed, der 33 Sekunden vor der ersten Pause das 2:0 und in der 35. Minute das 3:0 erzielte, nachdem er schon beim 1:0 von Dario Bürgler (17.) den Stock im Spiel gehabt hatte. Bürgler zeichnete sich ebenfalls als Doppel-Torschütze aus.

Der SCB findet in dieser Saison bislang kein Rezept gegen die Luganesi, verlor auch das dritte Saisonduell - das Torverhältnis lautet 2:10. Die Südtessiner haben nun sieben der vergangenen acht Partien gegen Bern für sich entschieden. Bereits am Sonntag treffen die beiden Teams an gleicher Stätte erneut aufeinander.

Biel verliert wieder einmal auswärts

Die Auswärtsserie der Bieler ist gerissen. Nach sieben Siegen in Folge auf fremdem Eis verloren sie in Lausanne 5:6 nach Verlängerung, obwohl sie bis zur zwölften Minute dank Toren von Marc-Antoine Pouliot (4.), Luca Cunti (8.) und Luca Hischier 3:0 in Führung gegangen waren.

Pouliot traf in der 29. Minute auch noch zum 4:2. Und nachdem Charles Hudon (34.) und Ronalds Kenins (39.) für die Waadtländer zum 4:4 ausgeglichen hatten, brachte Fabio Hofer die Bieler erneut in Führung (56.). Diese hielt allerdings nur eine Minute, dann rettete Hudon die Gastgeber mit seinem dritter Treffer und vierten Skorerpunkt an diesem Abend in die Verlängerung, in der Josh Jooris nach 85 Sekunden für die Entscheidung verantwortlich zeichnete.

Lausanne hatte zuvor dreimal hintereinander zu Hause gegen die Bieler verloren, dreimal mit 2:3. In den Direktduellen in der laufenden Meisterschaft steht es nun nur noch 3:2 für die Seeländer, die zuvor sechsmal in Serie gewonnen hatten.

Servette siegt nach dreimaligem Rückstand

Genève-Servette drohte, zum zweiten Mal in der aktuellen Meisterschaft drei Partien in Serie zu verlieren. Die Genfer gerieten beim Tabellenletzten SCL Tigers dreimal in Rückstand, glichen aber dreimal aus, letztmals zum 3:3 in der 44. Minute. In der 64. Minute gelang Henrik Tömmernes, der sein Team schon in die Verlängerung gerettet hatte, der Siegtreffer.

Servette feierte im vierten Saisonduell gegen die Langnauer den dritten Sieg, den ersten auswärts. Bei den Emmentalern war wie schon am Freitag bei 1:2-Heimniederlage gegen Lausanne der erst 20-jährige Keijo Weibel (zum 3:2/39.) erfolgreich. Die Tigers zeigten zwar eine solide Leistung, dennoch verloren sie zum 18. Mal in den letzten 20 Partien. Der Rückstand auf den 10. Tabellenplatz, den der SC Bern einnimmt und der gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Playoff-Achtelfinals wäre, beträgt 17 Punkte. Das vorzeitige Saisonende ist also mehr als wahrscheinlich.

Telegramme und Rangliste

SCL Tigers - Genève-Servette 3:4 (1:1, 2:1, 0:1, 0:1) n.V.

0 Zuschauer. - SR Hebeisen/Fluri, Schlegel/Steenstra (CAN). - Tore: 10. Julian Schmutz (Flavio Schmutz, Blaser) 1:0. 18. Jacquemet (Tömmernes, Vouillamoz) 1:1. 22. Dostoinov (Erni/Powerplaytor) 2:1. 30. Vouillamoz (Völlmin, Omark) 2:2. 39. Weibel (Andersons) 3:2. 44. Tömmernes (Winnik, Omark) 3:3. 64. Tömmernes (Winnik) 3:4. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Maxwell; Omark.

SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Erni, Huguenin; Schilt, Grossniklaus; Lardi, Blaser; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Nilsson; Berger, Maxwell, Sturny; Neukom, Petrini, Dostoinov; Weibel, Melnalksnis, Andersons.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Völlmin, Smons; Guebey; Vouillamoz, Winnik, Omark; Rod, Richard, Vermin; Moy, Fehr, Miranda; Berthon, Kast, Patry; Smirnovs.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Diem, Earl, Kuonen und Salzgeber (alle verletzt), Genève-Servette ohne Maurer und Mercier (beide verletzt).

Lausanne - Biel 6:5 (1:3, 3:1, 1:1, 1:0) n.V.

0 Zuschauer. - SR Stricker/Mollard, Kehrli/Burgy. - Tore: 4. Pouliot (Rajala, Lindbohm) 0:1. 8. Cunti (Hügli, Lindbohm) 0:2. 12. Hischier (Hofer, Moser) 0:3. 17. Hudon (Frick, Malgin/Powerplaytor) 1:3. 25. Malgin (Gibbons, Hudon) 2:3. 29. Pouliot (Rajala, Lindbohm) 2:4. 34. Hudon (Malgin, Gibbons/Powerplaytor) 3:4. 39. Kenins (Frick, Jooris) 4:4. 56. (55:47) Hofer (Hischier, Fey) 4:5. 57. (56:47) Hudon (Heldner, Malgin) 5:5. 62. Jooris (Kenins, Grossmann) 6:5. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Cunti.

Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Krueger, Marti; Grossmann, Arnold; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Jäger, Jooris, Bozon; Krakauskas, Froidevaux, Antonietti.

Biel: van Pottelberghe; Kreis, Moser; Lindbohm, Rathgeb; Fey, Forster; Ulmer; Brunner, Pouliot, Rajala; Hofer, Tanner, Hischier; Hügli, Cunti, Künzle; Kessler, Gustafsson, Kohler.

Bemerkungen: Lausanne ohne Douay, Hudacek, Maillard (alle verletzt) und Roth (überzähliger Ausländer), Biel ohne Fuchs, Komarek, Lindgren und Lüthi (alle verletzt).

Bern - Lugano 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)

0 Zuschauer. - SR Lemelin/Abegglen, Cattaneo/Duarte. - Tore: 17. Bürgler (Heed) 0:1. 20. (19:27) Heed 0:2. 35. Heed (Arcobello) 0:3. 37. Olofsson (Moser/Powerplaytor) 1:3. 49. Bürgler (Arcobello) 1:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 3mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Chiesa, Loeffel) gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Arcobello.

Bern: Karhunen; Andersson, Henauer; Burren, Beat Gerber; Thiry, Zryd; Colin Gerber; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Scherwey, Praplan, Pestoni; Sopa, Heim, Moser; Berger, Bader, Jeremi Gerber; Sterchi.

Lugano: Schlegel; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Traber, Antonietti; Bürgler, Arcobello, Boedker; Fazzini, Lajunen, Suri; Lammer, Herburger, Bertaggia; Zangger, Sannitz, Haussener.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Ruefenacht, Sciaroni (alle verletzt), Neuenschwander und Untersander (beide krank), Lugano ohne Morini, Riva und Walker (alle verletzt).

Die Resultate vom Samstag: Bern - Lugano 1:4 (0:2, 1:1, 0:1). SCL Tigers - Genève-Servette 3:4 (1:1, 2:1, 0:1, 0:1) n.V. Lausanne - Biel 6:5 (1:3, 3:1, 1:1, 1:0) n.V. Zug - ZSC Lions 1:2 (0:0, 0:1, 1:1).

Rangliste: 1. Zug 44/98 (163:108). 2. ZSC Lions 45/79 (151:124). 3. Fribourg-Gottéron 45/79 (140:133). 4. Genève-Servette 44/78 (151:113). 5. Lausanne 43/76 (139:104). 6. Lugano 44/76 (126:112). 7. Biel 46/75 (143:133). 8. Davos 45/67 (156:157). 9. Rapperswil-Jona Lakers 46/50 (128:164). 10. Bern 44/48 (115:144). 11. Ambri-Piotta 46/47 (95:140). 12. SCL Tigers 44/31 (86:161).

Quelle: sda
veröffentlicht: 21. März 2021 00:29
aktualisiert: 21. März 2021 00:29