Tödliche Sportunfälle

Weniger Opfer auf Skipisten, mehr tödliche Unfälle beim Wandern

23. September 2020, 11:31 Uhr
Wandern war wegen Corona besonders beliebt dieses Jahr. Doch leider forderten die Bergsportarten die meisten Todesopfer in den letzten Jahren.
© Keystone/ARNO BALZARINI
Am meisten Todesopfer gibt es beim Bergwandern und beim Bergsteigen. Dafür gibt es weniger tödliche Unfälle auf Skipisten. Das geht aus der neuen Erhebung der tödlichen Sportunfälle der BFU hervor.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) veröffentlicht seit 20 Jahren eine jährliche Publikation zu tödlichen Sportunfällen. Das Unfallgeschehen habe sich laut BFU verlagert.

Unfälle auf Skipisten rückläufig

Tödliche Unfälle auf Skipisten sind zurückgegangen. Von 2000 bis 2009 verunglückten total 72 Menschen tödlich. Von 2010 bis 2019 waren es noch 46 Personen. Dies lasse sich auf die erfolgreiche Prävention zurückzuführen sowie auf die Rückläufige Zahl der absolvierten Skitage.

Tödliche Lawinen

Dagegen seien mehr Menschen tödlich verunglückt beim Tourenskifahren abseits der Piste. Die Opferzahl stieg von 136 auf 210. Gerade Lawinen stellen eine tödliche Gefahr dar.

Wandern am gefährlichsten

Bergsportarten sind in den letzten Jahren beliebter geworden und fordern am meisten Opfer. Beim Wandern und Bergwandern starben 2010 bis 2019 insgesamt 582 Menschen. In den zehn Jahren zuvor waren es 459.(kmu)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. September 2020 11:31
aktualisiert: 23. September 2020 11:31