Blue Balls

Veranstalter fordern Strategie für Festival-Sommer 2021

4. Februar 2021, 18:08 Uhr
Das Blue Balls Festival soll Ende Juli über die Bühne gehen. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Noch ist die Kultur im Dornröschenschlaf, doch bald soll sie wieder erwachen. Dafür legen sich die Veranstalter ins Zeug und fordern vom Bundesrat vor allem eines: Planungssicherheit.

Mit den Worten: «Wenn ich könnte, würde ich das sofort tun», schmetterte der Gesundheitsminister Alain Berset die Forderung der Veranstalter an der Medienkonferenz vom Mittwoch, 3. Februar, gnadenlos ab (PilatusToday berichtete). Man wolle nichts versprechen, was man nicht halten könne. Blue Balls-Chef Urs Leierer hat dazu eine klare Meinung: «So kann kein Unternehmen mehr arbeiten. Wir brauchen normalerweise zwölf Monate Vorlauf für unser Festival.»

Lieber jetzt klare Ansage – auch wenn negativ

Trotzdem: Der Appell der Festival-Veranstalter, darunter das Blue Balls Festival, bleibt. In einem gemeinsamen Brief fordern sie, dass eine Strategie für den Sommer 2021 entwickelt werden soll. Darunter fallen Fragen wie: Unter welchen Voraussetzungen können diesen Sommer Fesitvals regulär und mit voller Kapazität durchgeführt werden sowie welche Massnahmen sind dazu notwendig? Gemeinsam mit den Behörden möchten die Organisatoren einheitliche Richtlinien erarbeiten und dabei ihr Know-how einbringen.

Falls seitens des Bundes grünes Licht gegeben wird, soll das diesjährige Blue Balls stattfinden. Das Konzept dafür steht, es wird keine Anlässe im Freien geben. Was, wenn nicht? «Es macht keinen Sinn, eine klare Aussage hinauszuzögern. Wir haben lieber ein klares negatives Statement, statt die ganze Aufschieberei.» Für Leierer ist klar: Liefert die Regierung keine Strategie, fällt der Festival-Sommer ins Wasser.

(hch)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 4. Februar 2021 18:57
aktualisiert: 4. Februar 2021 18:08