Oh du Fröhliche

Mit diesen Tipps gibt's an Weihnachten keinen Stress

Anita von Rotz, 20. Dezember 2021, 11:19 Uhr
Weihnachten steht vor der Tür – und damit auch wieder die ganze Familie. Die bringen oftmals nicht nur Geschenke mit, sondern auch Meinungsverschiedenheiten, Sticheleien und Streitereien. Wir haben dir hier ein paar Tipps, wie das Weihnachtsfest ein Fest der Freude bleibt.
Dass das Weihnachtsfest mit der Familie so harmonisch bleibt, muss man seine Bedürfnisse auch mal zurückstecken können.
© Getty/MilanMarkovic

Alle Jahre wieder: Den Weihnachtsfeiertagen mit der Familie schauen viele mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits freut man sich auf das Wiedersehen und die besinnlichen Tage. Andererseits weiss man vielleicht aus Erfahrung, dass es zu Unstimmigkeiten und Streit kommen kann. Was du bereits im Vorfeld der Familien-Weihnachten beachten kannst, damit es gar nicht so weit kommt.

Mit wem will ich feiern?

Diese auf den ersten Blick banale Frage ist eine der Wichtigsten. Obwohl du vielleicht 15 Cousins mit Anhang hast, heisst das nicht, dass du auch mit all denen feiern musst. Du kannst und musst es nicht allen recht machen. Klar, in vielen Familien gehört es sich, Weihnachten zusammen zu feiern, obwohl man das ganze restliche Jahr kaum Kontakt hatte.

Aufgrund verschiedener Interessen kann es an den Festtagen dann zu Streitigkeiten führen, denn wie heisst es so schön «Freunde kann man sich aussuchen, die Familie aber nicht». Wer sich im Vorfeld genügend Gedanken macht und sich traut, «Nein» zu sagen, wird sich später weniger ärgern. Eine andere Möglichkeit ist auch, Streithähne im Vorhinein zu trennen. Das heisst, dass man halt vielleicht zwei kleinere Weihnachtsfeiern macht anstatt eine grosse.

Anliegen äussern

Wenn die Gästeliste mal steht und der Ort klar ist, gibt es immer noch viel zu klären. Vielleicht war es die letzten Jahre so, dass du immer das Dessert mitgebracht hast, das aber eigentlich gar nicht gerne getan hast und dich das jedes Mal gestresst hat. Dieses Jahr heisst es also: Äussere deine Wünsche und Anliegen. Bestimmt stösst deine Ehrlichkeit auf Verständnis und vielleicht gibt es ja eine Tante, die sowieso schon immer gerne das Dessert bringen wollte.

Auch bezüglich Geschenke solltest du deine Wünsche äussern. Das erleichtert einerseits deinen Liebsten die Geschenksuche und andererseits freust du dich dann auch wirklich über das Geschenk und musst nichts vorgaukeln.

Renn nicht einfach in den erstbesten Laden und kaufe irgendwas für deine Liebsten. Frag besser zuerst nach, was sie sich wünschen. Das macht beim Schenken dann auf beiden Seiten Freude.

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Erwartungen herunterschrauben

Für das Fest solltest du dir nicht falsche Hoffnungen machen. Zwei zerstrittene Onkel werden heute nicht plötzlich beste Freunde. Wenn du eingeladen bist, solltest du einfach ohne Erwartungen und vor allem mit einer positiven Einstellung da hingehen. Wenn du der Gastgeber oder die Gastgeberin bist, solltest du (von dir und von den andern) nicht erwarten, dass alles nach Plan läuft. Deine Gäste sollen sich wohlfühlen und das passiert meistens, wenn man gewisse Dinge dem Zufall überlässt.

Heikle Themen meiden

Bestimmt hat auch deine Familie gewisse Reizthemen, die man besser nicht anspricht. Achte also darauf, dass du diese vermeidest. Zudem ist in der jetzigen Zeit auch das Thema Corona heikel. Die Ansichten gehen meist auseinander, gerade bezüglich der Massnahmen, wie der Bund sich präsentiert, sowie der Impfung. Über solche Sachen sollte an einem gemütlichen Familienfest besser nicht gefachsimpelt werden.

Sich über Corona Massnahmen-Skeptiker aufregen oder den Bundesrat kritisieren, bringt am Familien-Weihnachtsfest nichts. Unterhaltet euch lieber über fröhliche Themen.

© KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Auch das Thema Politik solltest du immer mit Bedacht ansprechen. Je nach Familienkonstellation oder sogar noch Parteizugehörigkeiten kann dieses Thema schnell zu Streitigkeiten führen.

Fass dir zu Beginn der Feier also ein Herz und sage offen, dass man doch während der Festtage über diese Themen nicht diskutieren soll. Wer trotzdem mit einem unerwünschten Thema anfängt, soll fünf Franken in ein Familien-Dessert-Kässeli für nächstes Jahr einzahlen.

Für Unterhaltung sorgen

Streit kann oft vermieden werden, wenn gar nicht viel Zeit für Diskussionen bleibt. Du kannst zum Beispiel ein Familien-Quiz organisieren mit Fragen zur Familiengeschichte. Activity oder Montagsmaler sind auch immer beliebte Spiele für eine grosse Gruppe. Oder wenn es deine Familie lieber urchig mag, könnt ihr auch beispielsweise ein Jassturnier veranstalten. Hauptsache ihr habt Spass dabei!

Einen guten Schieber zu klopfen lenkt von ungemütlichen Unterhaltungen und Sticheleien ab. (Symbolbild)

© KEYSTONE/ADRIEN PERRITAZ

Dankbar sein

Zu guter Letzt noch ein ganz simpler, aber wichtiger Tipp: Sei dankbar! Auch wenn nicht immer alles so läuft wie geplant und deine Verwandten auch nerven können – sei froh und dankbar, dass du sie hast. Viele von ihnen geben sich sicher Mühe, auch wenn es vielleicht nicht immer so rüberkommt.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Dezember 2021 16:19
aktualisiert: 20. Dezember 2021 11:19
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