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Komiker Patrick Frey soll von Corona-Skeptiker Rob Spence bedroht worden sein

9. Oktober 2020, 19:16 Uhr
Komiker Patrick Frey (69) soll bedroht worden sein. Jetzt erstattet er Anzeige.
© MIRJAM WANNER / KEYSTONE
Komiker Patrick Frey kritisierte Berufskollegen dafür, sich an einer Anti-Corona-Demo beteiligt zu haben. Rob Spence, einer davon, gingen die Anschuldigungen zu weit und konfrontierte Frey.

Im Gespräch mit «Blick» erzählt der Komiker Patrick Frey (69), wie er vor einem Auftritt von Rob Spence (53), ebenfalls Komiker, bedroht wurde. Dies im Zusammenhang mit Äusserungen, die Frey im Bezug auf den Auftritt von Marco Rima (59), Andreas Thiel (49) und Rob Spence an einer Anti-Corona-Demo machte. Frey bezeichnete die drei in einem «Blick»-Artikel als «Macho-Komiker». Zu viel für Rob Spence. Bei der Generalprobe für Freys Stück «Der letzte Piepser» im Casinotheater Winterthur, konfrontierte Spence den 69-Jährigen und habe diesen «körperlich und psychisch massiv bedroht», so Frey.

Frey will Anzeige erstatten

«Ich musste mich übergeben, fühle mich jetzt noch zittrig», sagt Patrick Frey gegenüber «Blick». So ein Verhalten hätte er Spence nicht zugetraut. Als Frey mit einem Techniker des Casinotheaters beim Bühneneingang stand, kam Ihnen Rob Spence mit finsterer Miene entgegen. Daraufhin habe er ihn auf seinen «Blick»-Artikel angesprochen. «Warum bezeichnest du mich als Macho?», soll Spence aggressiv gefragt haben. Frey habe versucht, seine Sicht der Dinge zu erklären, doch «er hat sich nicht beruhigen lassen.»

Als sie nur noch zu zweit waren, eskalierte die Situation. «Er bäumte sich vor mir auf, sein Gesicht zwei Zentimeter von meinem entfernt», schildert Frey die Lage. Dann habe er ihm gedroht: «Du schreibst nie wieder so etwas über mich. Ich habe Freunde, okay. Ich habe Freunde. Ich werde dich sonst…», gefolgt von einer Geste des Halsabschneidens, erzählt Patrick Frey. «Ich fürchtete um mein Leben.» Der Komiker habe noch vom Casinotheater seinen Anwalt verständigt und will Strafanzeige gegen Rob Spence einreichen.

Rob Spence weist Vorwürfe züruck

Diese harten Anschuldigungen will Spence nicht auf sich sitzen lassen. Ebenfalls im «Blick» verteidigt er sich, dass die Aussagen Freys, er sei ein Corona-Skeptiker, Corona-Leugner und Macho-Komiker «äusserst beleidigend, ehrverletzend, rufschädigend und schlicht falsch» seien. Auch sagt Spence er habe sich in keiner Weise bezüglich der Covid-19 Situation als Corona-Leugner oder Skeptiker geäussert. Er habe nur seinen Freund Marco Rima an die Demo begleitet.

Zur Konfrontation mit Frey sagt Spence, dass die Diskussion emotional geworden sei, weil Frey sich nicht für seine Aussage entschuldigen wollte. «Das war das Einzige, was ich mir von ihm gewünscht hätte», sagt der australisch-schweizerische Komiker. Bedroht oder angegriffen habe er Frey jedoch nicht. «Ich habe ihn weder bedroht noch angegriffen», Spence hab ihm lediglich klar machen wollen, dass Freys Äusserungen in der Presse seiner Karriere schaden würden. Auch könnten einige von Spence auf Englisch formulierten Aussagen falsch verstanden worden sein. Es sei nie seine Absicht gewesen, Frey Angst einzujagen.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 9. Oktober 2020 18:00
aktualisiert: 9. Oktober 2020 19:16