Kein Ticket, keine Maske

Schweizerin benimmt sich auf Zugfahrt daneben – und kassiert 3 Anzeigen

22. Juli 2022, 09:05 Uhr
Eine Zugfahrt mit einem 9-Euro-Ticket nach Berlin endet für eine 27-jährige Schweizerin auf dem Polizeiposten. Sie hatte gleich mehrere Regeln missachtet und schliesslich das Aufkreuzen von Bundespolizisten provoziert.
Für eine Schweizerin endete eine Zugfahrt in Deutschland auf dem Polizeiposten.
© KEYSTONE/AP dapd/DEUTSCHE BAHN/DB SYSTEL GMBH/SIEMENS AG

Die Zugfahrt von der Ostseeinsel Rügen nach Berlin sollte eigentlich nur neun Euro kosten. Eine Schweizerin in Deutschland hat letzten Endes aber einen viel höheren Preis gezahlt – und in Berlin angekommen ist sie auch nie. Doch alles der Reihe nach.

Hund und Velo hätten auch ein Ticket gebruacht

Die 27-Jährige besass zwar eine gültige Fahrkarte, wollte bei der Kontrolle – aus unbekannten Gründen – ihren Personalausweis allerdings nicht zeigen, wie der «Blick» schreibt. Dadurch verliert das Ticket seine Gültigkeit. Hinzu kommt laut «Blick», dass sie keine Mundschutzmaske aufsetzen wollte. Im deutschen Öffentlichen Verkehr sind diese nach wie vor Pflicht.

Des weiteren hatte die Schweizerin ihr Velo sowie einen Schäferhund ohne Maulkorb dabei. Für beide hätte die Schweizerin ein Ticket haben müssen. Der Aufforderung, die zwei Tickets nachzulösen, kam sie nicht nach – genauso wenig dem Befehl, daraufhin den Zug zu verlassen.

Am Schluss stand eine dreifache Anzeige

So musste schliesslich die Bundespolizei kommen und sie «an ihren Händen und Beinen anheben und mit samt ihren Sachen aus dem Zug tragen», wie es in der Polizeimeldung heisst.

Statt in Berlin landete sie auf dem Polizeiposten – und kassierte eine Anzeige wegen Erschleichens von Leistungen, Hausfriedensbruchs und des Verstosses gegen das Infektionsschutzgesetz.

(mhe)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 22. Juli 2022 09:05
aktualisiert: 22. Juli 2022 09:05
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