«Stimmbrutzeln»

Wissenschaftlich belegt: Kim Kardashian spricht wie ein Wal

03.03.2023, 15:45 Uhr
· Online seit 03.03.2023, 15:09 Uhr
Der 42-jährige Superstar hat neben diversen Mode- auch umstrittene Rede-Trends gesetzt. Wobei von «Trend setzen» nicht wirklich die Rede sein kann: Auch Wale benutzen dieselbe Technik.
Anzeige

Kim Kardashian kennen alle – das US-amerikanische Model setzt Trends am Laufmeter. Die 42-Jährige ist derart einflussreich, dass sie nicht bloss den Kleiderstil von Millionen von Menschen geprägt hat, sondern sogar deren Sprechstil. «Vocal Fry» nennt sich dieser, zu deutsch «Strohbass» oder – durchaus abschätzend gemeint – «Stimmbrutzeln». Denn wenn Kardashian spricht, dann tönt das so, als würde ihre Stimme, nun ja, brutzeln. Überzeugen Sie sich selbst:

Diese Art von Sprechen, bei welcher der Kehlkopf besonders belastet und dadurch der Stimmton gedämpft wird, haben etliche ihrer Fans über die Jahre kopiert. Der «Vocal Fry» ist zu einem festen Teil der englischen Jugendsprache geworden – und zu einem grossen Thema unter Logopäden und Stimmchirurgen. Denn: Für die Stimmbänder ist der «Vocal Fry» alles andere als gesund. Die Experten raten davon ab, wie Kardashian zu reden.

Wale benutzen «Vocal Fry» in 2000 Metern Tiefe

Vielleicht hilft da die Botschaft, dass der Weltstar wie ein Wal spricht – zumindest, wenn es nach Wissenschaftlern von der Universität Aarhus (Dänemark) geht. Diese nämlich haben herausgefunden, dass die riesigen Säugetiere ebenfalls den «vocal fry» benutzen. Nicht, um Trends zu setzen oder um cool daherzukommen, sondern um ihre Beute zu fangen.

Den neuen Forschungsergebnissen zufolge verwenden Schwert-, Pott- und Schweinswale das «Stimmbrutzeln», um Echo-Ortungsrufe zu erzeugen, um ihre Nahrung zu lokalisieren. Diese Technik komme dann zum Zug, wenn die Tiere in Gewässer von bis zu 2000 Meter Tiefe vorstossen. Dabei würden sie bis zu 700 Klicklaute pro Sekunde von sich geben, erklärt einer der Autoren der Studie von der süddänischen Universität.

«Kim K» muss nicht jagen

Die Art und Weise, wie diese Klicks durch das trübe Wasser wandern und an Beutetieren abprallen, verrät den Walen schliesslich, wo sich diese befinden. Im Gegensatz zum Menschen sei der «Vocal Fry» bei den Walen allerdings nicht schädlich, im Gegenteil: Die dänischen Wissenschaftler nennen es eine «evolutionäre Erfolgsgeschichte.»

Eine Erfolgsgeschichte ist auch «Kim K» – sie ist eine der vermögendsten Promis der Welt. Und ihrem Erfolg würde es mit Sicherheit kein Abbruch tun, wenn sie auf den «Vocal fry» verzichten würde. Schliesslich braucht sie, im Gegensatz zu den Walen, keine Beute jagen.

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir jetzt die Today-App:

(mhe)

veröffentlicht: 3. März 2023 15:09
aktualisiert: 3. März 2023 15:45
Quelle: Today-Zentralredaktion

Anzeige
Anzeige
redaktion@pilatustoday.ch