Unterwegs im Theater Arth

«Pariser Leben»: Der immense Aufwand hinter einer neuen Operette

02.02.2024, 07:44 Uhr
· Online seit 21.01.2024, 18:38 Uhr
Moderator Damian Betschart ist im Theater Arth unterwegs. Vor der Premiere von «Pariser Leben» schaut er hinter die Kulissen, trifft Solistinnen, Kostümnäherinnen und findet längst verborgene Geheimnisse.
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1851 wurde das Theater Arth offiziell gegründet. In den Chroniken geht aber hervor, dass bereits 1786 ein theaterverrücktes Völkchen am oberen Ende des Zugersees Theater spielte. Seither ist das Theater Arth mit seinen Operetten weit über die Region hinaus bekannt. Pro Spielsaison zieht das Theater rund 10'000 Leute an. So wohl auch in diesem Jahr mit dem Stück «Pariser Leben». Vor der Premiere schaut Damian Betschart hinter die Kulissen dieser riesigen Produktion und trifft Claudia Tolusso, welche für die Bühne verantwortlich ist: «Wir arbeiten rund ein Jahr an der Bühne, von der Idee bis zur Fertigstellung».

170 Kostüme pro Saison

Die Bühne ist das eine, Kostüme das andere. Marie-Therese Kenel und ihr Team nähen pro Spielsaison rund 170 Kostüme. Kurz vor der Premiere sind sie noch mit den letzten Näharbeiten beschäftigt. Doch auch danach gibt es viel zu tun: «Reissverschlüsse und Säume gehen oft kaputt. Unser Zaubermittel sind Sicherheitsnadeln», sagt Kenel lachend.

So wie sie die Fäden bei den Kostümen an der Hand hat, laufen bei Elja-Duša Kedveš die Fäden für die ganze Produktion zusammen. Vor der eigentlichen Saison hat sie am meisten zu tun. Wenn das Stück einmal läuft, wird es ruhiger: «Mit der Premiere ist mein Job sozusagen erledigt. Ich komme aber regelmässig vorbei, um zu schauen, dass sie auf der Bühne nicht plötzlich etwas anders spielen».

Theater ist eine andere Welt

Auf eben dieser Bühne ist Anna Gitschthaler eine der Hauptdarstellerinnen. Die Österreicherin ist ein Profi und schon viele Jahr am Theater Arth. «Es ist immer wieder lustig, wenn die Proben beginnen». Damian Betschart möchte wissen, wie lange sie jeweils Texte lernen muss für ihre Rollen. «Ich lerne ca. ein halbes Jahr meine Texte und Lieder. Ich lege es aber auch immer mal wieder zur Seite und repetiere dann später wieder». Kurz vor der Premiere von «Pariser Leben» trifft Damian Betschart auch noch Sandro Forni. Als Präsident des Theaters Arth freut er sich genauso auf die Premiere, wie alle anderen Beteiligten: «Theater ist eine andere Welt, eine Welt, die mich fasziniert».

(red.)

veröffentlicht: 21. Januar 2024 18:38
aktualisiert: 2. Februar 2024 07:44
Quelle: Tele 1

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