Spitalversorgung

2021 wird der neue Spitalverbund Luzern-Nidwalden Realität

23. Juni 2020, 13:05 Uhr
Das Kantonsspital Nidwalden in Stans wird eine Tochtergesellschaft des Luzerner Kantonsspitals. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Kantonsspitäler von Luzern und Nidwalden rücken 2021 enger zusammen. Das Luzerner Kantonsspital wird die Mehrheit des Kantonsspitals Nidwalden übernehmen. Die beiden Spitäler werden damit zu einem neuen Verbund zusammengeschlossen.

Die Parlamente der beiden Kantone hatten Ende 2019 und Anfang 2020 grünes Licht gegeben, um die die Spitäler in Aktiengesellschaften umzuwandeln und damit eine Spitalversorgungsregion Luzern-Nidwalden zu ermöglichen. Die Rechtsformänderung solle Mitte 2021 erfolgen, teilte das Luzerner Kantonsspital am Dienstag mit. Das Geschäftsjahr der neuen AG werde rückwirkend auf den 1. Januar 2021 beginnen.

Bald nach der Gründung der beiden Aktiengesellschaften wird die Luzerner Kantonsspital AG 60 Prozent der Aktien der Spital Nidwalden AG übernehmen. Diese wird damit eine Tochter des Luzerner Kantonsspitals.

Gleichzeitig mit der Umwandlung in eine AG wird das Luzerner Kantonsspital eine neue Struktur erhalten. Es werden drei Tochtergesellschaften gegründet, eine für den Betrieb der Spitäler, eine für die Bewirtschaftung der Immobilien und eine für die Rehaklinik in Montana VS.

Das Luzerner und das Nidwaldner Kantonsspital würden noch im 2020 die für den Betrieb der Gesellschaften nötigen Reglemente und Verträge ausarbeiten, hiess es in der Mitteilung weiter. Bis Ende Jahr solle auch ein Entwurf für einen Gesamtarbeitsvertrag vorliegen.

Die beiden Spitäler, die bereits heute von personell identischen Spitalräten geführt werden, erarbeiten zur Zeit eine gemeinsame Strategie. Dabei wird auch das künftige Leistungsangebot an den einzelnen Standorten festgelegt und die konkrete Ausgestaltung der Zusammenarbeit bestimmt, wie es weiter hiess.

Die Kantone Luzern und Nidwalden haben 2009 eine gemeinsame Spitalversorgung beschlossen. 2012 wurde mit einem Rahmenvertrag die Luzerner-Nidwaldner Spitalregion (Lunis) geschaffen. Seither stimmten die Spitäler ihr Angebot und ihre Investitionen ab. Mit der neuen Struktur könne der Verbund vertieft und rechtlich gefestigt werden, hiess es in der Mitteilung des Luzerner Kantonsspitals.

Ziel des Verbundes ist es, die Angebote der beiden Spitäler zu konsolidieren und koordinieren. Im Verbund liessen sich auch die nötigen Fallzahlen, die zunehmend für eine qualitativ hochstehende und wirtschaftliche medizinische Versorgung nötig seien, besser erreichen, hiess es in der Mitteilung.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. Juni 2020 13:09
aktualisiert: 23. Juni 2020 13:05