Schulabschluss

Bestehensquote bei Luzerner Matura leicht höher

25. Juni 2020, 15:25 Uhr
743 Schülerinnen und Schüler haben im Kanton Luzern die Matura bestanden. Die Prüfungen wurden wegen Corona nur schriftlich durchgeführt, die Rundungsregeln waren grosszügiger. Die Abschlussquote betrug 98,3 Prozent und lag damit über dem langjährigen Mittel.
Im Kanton Luzern bestanden 98,3 Prozent der Prüflinge die Matura im Corona-Jahr. (Symbolbild)
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
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13 Maturandinnen und Maturanden schafften den Abschluss nicht, wie die Dienststelle Gymnasialbildung am Donnerstag mitteilte. Die Durchfallquote lag somit bei 1,7 Prozent und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 2,9 Prozent.

Anders als in anderen Kantonen hielt Luzern trotz der Coronapandemie an schriftlichen Prüfungen fest. Mündliche Prüfungen, bei denen erfahrungsgemäss viele Schülerinnen und Schüler bessere Resultate erzielen, als bei den schriftlichen, gab es keine.

Aus diesem Grund legte der Kanton die Rundungsregel grosszügiger aus. Bei der Matura gelten sowohl die Erfahrungs- als auch die Prüfungsnoten. Bislang wurde jeweils in den einzelnen Fächern Richtung Prüfungsnote gerundet. War die Prüfungsnote tiefer als die Erfahrungsnote, konnte nun auch aufgerundet werden.

40 Maturanden wären durchgefallen

Ohne diese Regelung wären laut dem Kanton 40 Kandidatinnen und Kandidaten durchgefallen. Die Quote hätte 5,3 Prozent betragen. Die getroffenen Massnahmen seien sinnvoll gewesen und hätten ihre Wirkung gezeigt, wird Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann in der Mitteilung zitiert.

Das meist gewählte Schwerpunktfach war auch dieses Jahr «Wirtschaft und Recht» (25,1 Prozent), vor «Biologie und Chemie» (17,9 Prozent). Mit 57,5 Prozent Maturandinnen schlossen mehr junge Frauen das Gymnasium ab als junge Männer.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Juni 2020 15:24
aktualisiert: 25. Juni 2020 15:25