Hochwasser und Erdrutsche

Eine Person verstirbt bei Unwetter in Österreich

30. Juni 2022, 07:45 Uhr
Ein schweres Unwetter hat im österreichischen Bundesland Kärnten eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Eine Person ist dabei verstorben.
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Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli

Am Mittwoch riefen die Behörden Zivilschutzalarm für die Gemeinden Treffen am Ossiacher See und Arriach wegen Erdrutschen und reissender Bäche aus. Die Bevölkerung wurde angewiesen, sich im ersten Stock ihrer Häuser in Sicherheit zu bringen.

Menschen mit Hubschrauber gerettet

Laut Sender ORF wurden mehrere eingeschlossene Menschen mittels Hubschrauber gerettet. Den Einsatzkräften wurden zwei vermisste Personen gemeldet. Ein Mann sei in einer Garage verschüttet worden, Suchtrupps konnten ihn nur noch tot bergen. Der zweite Vermisste wurde unverletzt gefunden. «Da liegen die Geröllmassen bis zu eineinhalb Meter hoch», berichtete der Bezirkschef von Villach-Land, Bernd Riepan. «Die Masse ist so hart wie Beton», sagte er der Nachrichtenagentur APA.

Das Unwetter verursachte besonders im Gegendtal in der Nähe von Villach schwere Schäden. Die 1400-Einwohner-Gemeinde Arriach war von der Aussenwelt abgeschnitten. «Alle Verbindungsstrassen sind weggeschwemmt», sagte Bürgermeister Gerald Ebner. Häuser wurden zum Teil bis zum ersten Stock verschüttet. Wegen der Schlamm-Massen war auch die Strasse zum Feuerwehrhaus in Treffen zunächst blockiert.

Hochwasser, das nur alle 30 Jahre vorkommt

Bereits am Dienstagabend hatte ein Sturm mit Orkanböen in Kärnten Bäume gefällt, Stromleitungen gekappt und Dächer abgedeckt. Gewässer führten Hochwasser, wie es nur alle 30 Jahre vorkomme, sagte Johannes Moser, ein Hydrologe des südlichen Bundeslandes.

(log/sda)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 30. Juni 2022 07:46
aktualisiert: 30. Juni 2022 07:46
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