Neuseeland

Erdbeben während Live-Interview – Regierungschefin bleibt cool

25. Mai 2020, 07:59 Uhr
Neuseeland ist am Montag von einem Erdbeben erschüttert worden - die Premierministerin des Landes, Jacinda Ardern blieb während eines Interviews trotz der Erschütterungen ruhig.
© KEYSTONE/AP
Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern kann nichts so leicht erschüttern - selbst ein Erdbeben nicht. Sie gab am Montag gerade live ein Interview im nationalen Fernsehen, als das Land plötzlich von einem Erdbeben erschüttert wurde.

«Wir haben hier gerade ein kleines Erdbeben, eine ziemlich deutliche Erschütterung hier», unterbrach die Premierministerin das Interview.

Das Beben in rund 37 Kilometer Tiefe hatte eine Stärke von 5,8. Das Epizentrum lag nahe der neuseeländischen Hauptstadt Wellington. «Ich befinde mich unter keinen hängenden Lampen» fuhr die Regierungschefin fort und beruhigte die Zuschauer, dass sie sich offenbar in einem baulich soliden Gebäude befinde. Daraufhin setzte sie das Live-Interview im Rahmen ihres regulären Medienauftritts zum Wochenbeginn einfach fort.

Zehntausende im ganzen Land hatten das Beben gespürt. Nach Angaben der nationalen Notfallbehörde bestand jedoch keine Gefahr eines Tsunami infolge des Erdbebens. Auch lagen keine Berichte über Verletzte oder Schäden vor. Es gab Dutzende Nachbeben.

Corona-Wunderkind

Premierministerin Jacinda Ardern hat in den vergangenen Wochen viel Lob für ihre kompetente, zugängliche und fürsorgliche Art erhalten. Während der Corona-Zeit ist sie regelrecht aufgeblüht und führt Neuseeland gradlinig durch die Krise.

Viel Sympathie bekam sie auch auf ihre Ankündigung, während sechs Monaten auf Teile ihres Lohns zu verzichten, um die Staatskasse zu schonen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 25. Mai 2020 05:40
aktualisiert: 25. Mai 2020 07:59