Ukraine-Krieg

Kein direkter Fluchtweg für Zivilisten aus Mariupol

27. März 2022, 11:59 Uhr
Die ukrainischen Behörden können bedrängten Zivilisten weiter nicht direkt bei der Flucht aus der schwer umkämpften Stadt Mariupol helfen. Flüchtlinge aus Mariupol sollten am Sonntag mit einem Buskonvoi aus der nahegelegenen Stadt Berdjansk abgeholt werden, kündigte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk an. 15 Busse sollten die Menschen weiter in die zentralukrainische Stadt Saporischschja bringen.
Aus der Hafenstadt Mariupol ist eine direkte Flucht für Zivilisten noch immer nicht möglich. Foto: Maximilian Clarke/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa
© Keystone/SOPA Images via ZUMA Press Wire/Maximilian Clarke

Wer die Flucht aus Mariupol im Auto schaffe, könne in Berdjansk umsonst nachtanken, sagte Wereschtschuk in Kiew in einer Videobotschaft. Die strategisch wichtige Industrie- und Hafenstadt Mariupol am Asowschen Meer ist durch heftige Kämpfe seit Anfang März fast völlig zerstört worden. Dort lebten einmal rund 440 000 Menschen.

Ein zweiter Fluchtkorridor wurde für Sonntag im ostukrainischen Gebiet Luhansk ausgewiesen. Über zehn festgelegte Routen hatten sich am Samstag 5200 Menschen aus besonders umkämpften Gebieten retten können, wie die Agentur Unian meldete. Nach nicht überprüfbaren russischen Angaben ist die Region Luhansk zu mehr als 90 Prozent unter Kontrolle der von Moskau unterstützen Separatisten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 27. März 2022 11:59
aktualisiert: 27. März 2022 11:59
Anzeige