Rom

Kolosseum-Kratzer identifiziert: Italiener sind stinkwütend

· Online seit 30.06.2023, 09:54 Uhr
Die italienischen Carabinieri haben den Touristen identifiziert, der eine Wand im berühmten Kolosseum in Rom zerkratzt haben soll. Er komme aus England, teilten die Carabinieri am späten Donnerstagnachmittag mit.

Quelle: CH Media Video Unit / Ramona De Cesaris

Anzeige

Der junge Mann soll mit einem Schlüssel seinen Namen und den seiner Freundin in das Mauerwerk im Innern des bei Touristen beliebten Amphitheaters im Herzen der italienischen Hauptstadt geritzt haben. Er war von einem anderen Besucher des Kolosseums auf frischer Tat ertappt. Dieser filmte ihn – in den sozialen Medien ging das Video Anfang der Woche viral.

Der Fall löste in Italien grosse Empörung aus. Nachdem die Parkverwaltung des Kolosseums Anzeige erstattet hatte, habe der Tourist aus England anhand von Foto- und Videoabgleichen identifiziert werden können, hiess es von den Carabinieri.

Italiens Kulturminister, Gennaro Sangiuliano, der die Kritzelei zuvor verurteilte, dankte den Carabinieri. «Es war eine Tat, die all jene in der Welt beleidigt hat, die den Wert der Archäologie, der Denkmäler und der Geschichte zu schätzen wissen», sagte er laut einer Mitteilung.

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir jetzt die Today-App:

Dem Mann könnte nun eine hohe Strafe drohen: Vor einigen Jahren musste bereits ein russischer Tourist, der eine Wand im Kolosseum zerkratzt hatte, eine Geldstrafe in Höhe von 20 000 Euro zahlen.

Das rund 2000 Jahre alte römische Wahrzeichen gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Italien und gilt als das Symbol der Ewigen Stadt. Es wurde im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und gilt als das grösste Amphitheater der Welt. In ihm fanden im antiken Rom Wagenrennen sowie teils grausame und brutale Kämpfe statt. Das Kolosseum zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an.

(sda/lol)

veröffentlicht: 30. Juni 2023 09:54
aktualisiert: 30. Juni 2023 09:54
Quelle: Today-Zentralredaktion

Anzeige
redaktion@pilatustoday.ch