Russland

Kommission: Kremlgegner Nawalny hat Schmerzen im Bein

28. März 2021, 14:40 Uhr
ARCHIV - Der russische Oppositionsaktivist Alexej Nawalny erscheint zu einer Anhörung. Foto: Uncredited/Babuskinsky District Court/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
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Trotz Beschwerden des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny über mangelnde medizinische Betreuung sieht eine russische Kommission für Menschenrechte wenig Grund zur Sorge. Sein Bein schmerze, und er habe um Unterstützung gebeten, damit er Schmerzmittel bekomme, heisst es in einem Bericht des Gremiums, aus dem die Staatsagentur Tass am Sonntag zitierte. «Er kann weiterhin allein gehen.» Der Oppositionelle habe darüber hinaus keine weiteren Wünsche geäussert.

Die Mitglieder einer öffentlichen Kommission zum Schutz von Menschenrechten in Haftanstalten besuchten Nawalny nach eigenen Angaben im Straflager IK-2 in Pokrow rund 100 Kilometer östlich von Moskau, nachdem es Berichte über seinen schlechten Gesundheitszustand gegeben hatte. Nawalny beklagte bei Instagram starke Rückenschmerzen und schilderte, dass er sein rechtes Bein nicht mehr belasten könne. Seine Anwälte und die EU zeigten sich besorgt.

Auf Nawalnys Twitter-Account wurde der Besuch der Kommission am Freitagmorgen bestätigt. Allerdings stehe die Frage im Raum, warum die Kommission nicht unmittelbar danach etwas veröffentlicht habe, hiess es am Sonntag. Vielleicht seien Konsultationen mit der Leitung erforderlich gewesen, um danach etwas mitzuteilen - «so etwas wie, dass er allein gehen kann».

Nawalny war Anfang Februar zu mehreren Jahren Straflager verurteilt worden, weil er gegen Meldeauflagen in einem früheren Strafverfahren verstossen haben soll, während er sich in Deutschland von dem Giftanschlag erholte. Das Urteil wurde international teils heftig kritisiert und als politisch motiviert eingestuft. So fordert die EU seit Wochen eine sofortige Freilassung Nawalnys.

Quelle: sda
veröffentlicht: 28. März 2021 14:40
aktualisiert: 28. März 2021 14:40