Härtere Massnahmen gefordert

Gesundheitsdirektor Pfister: «Massnahmen spüren wir erst Wochen später»

24. Oktober 2020, 20:52 Uhr
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Quelle: PilatusToday

Die Zentralschweizer Gesundheitsdirektoren machen sich grosse Sorgen. Sie befürchten einen Zusammenbruch des Contact Tracings und eine Überlastung des Gesundheitswesens. Sie fordern vom Bund härtere und einheitliche Massnahmen.

«Die Zentralschweiz ist vom Coronavirus deutlich stärker betroffen, als in der ersten Welle», schreibt die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz ZGDK in einer Mitteilung. Die ZGDK befürwortet deshalb eine deutliche Ausweitung der Maskenpflicht, etwa an Schuleinrichtungen oder Arbeitsplätzen. Zudem werden weitere Beschränkungen bei Versammlungen oder Anlässen gefordert: 30 Personen bei Anlässen und zehn Personen im Kreise der Familie und Freunde.

Maskenpflicht und Beschränkungen bei Versammlungen 

"Gerade bei privaten Anlässen kommt es zu auffällig vielen Infektionen, da dort der Abstand oftmals nicht eingehalten wird», erklärt ZGDK-Präsident Martin Pfister. Gänzlich verboten werden sollen Chorproben und -Konzerte sowie Clubbesuche.

Falls der Bund keine einheitlichen und umfassenden Massnahmen einführt, werde man dies auf kantonaler Ebene beantragen, heisst es weiter. Ziel sei eine einheitliche Umsetzung in der Zentralschweiz.

Der Bund informiert am Mittwoch über die aktuelle Lage und eine allfällige Massnahmenverschärfung. (red)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Oktober 2020 14:55
aktualisiert: 24. Oktober 2020 20:52