Sanierung St. Karli

22 Millionen für Luzerner Schulhaus

25. Juni 2020, 19:05 Uhr
Das Schulhaus St. Karli in Luzern soll für 22 Millionen saniert werden.
© Nadia Schärli / Luzerner Zeitung
Die über 100-jährige Stadtluzerner Schulanlage St. Karli soll für über 22 Millionen Franken saniert und ausgebaut werden. Dies hat das Luzerner Stadtparlament beschlossen – wegen Zusatzkosten aber nur zähneknirschend.

Am 18. Juli 1911 wurde die Schulanlage St. Karli in der Stadt Luzern feierlich eingeweiht. Nach verschiedenen Sanierungen in den vergangenen 100 Jahren soll der Schule nun ein weiterer Eingriff bevorstehen. Da das schützenswerte Gebäude in baulich schlechtem Zustand ist und die Energieeffizienz nicht mehr den heutige Anforderungen entspricht, soll es in den kommenden Jahren komplett renoviert und ausgebaut werden. Abschliessend wird das Stimmvolk im September an der Urne über den Kredit entscheiden. 

Drei Millionen Franken teurer als geplant

Das Luzerner Stadtparlament hat den Sonderkredit von 22,35 Millionen Franken für die Umbauarbeiten einstimmig genehmigt. Aber genauso einstimmig wie das «Ja» zum Kredit war die Kritik an den Kosten. Dass die Arbeiten rund 3 Millionen Franken teurer sind als ursprünglich geplant, stiess auf Unverständnis und zeuge von schlechter Planung der Regierung, so Stadtparlamentarier aller Parteien. Natürlich könne es vorkommen, dass gewisse Kosten zunehmen, aber dann hätte man sich auch gewünscht, über Einsparungsmöglichkeiten in anderen Bereichen informiert zu werden, kritisierte beispielsweise Rieska Dommann der FDP. 

Bezug der neuen Schulanlage im Jahr 2023

Bis das neue St. Karli Schulhaus in drei Jahren bezogen werden könnte, stehen noch viele Arbeiten an. Einerseits soll der Pausenplatz aufgewertet und das Betreuungsangebot ausgebaut werden. Beides Bereiche, welche mitunter für die Mehrkosten verantwortlich sind. Andererseits soll die Anlage auch was ihre Energieeffizienz angeht den heutigen Anforderungen entsprechen. Die Turnhalle aus den 1960er-Jahren soll zurückgebaut und durch einen zweistöckigen Neubau ersetzt werden. 

Die aktuell zwölf Primarschulklassen und der Kindergarten sollen während den Umbauarbeiten in einem Provisorium unterrichtet und die neue Schulanlage im Jahr 2023 beziehen können. 

Über den Baukredit wird am 27. September 2020 an der Urne abgestimmt.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 26. Juni 2020 06:23
aktualisiert: 25. Juni 2020 19:05