Rickenbach LU

Altes Kloster wird Heimat für Demenzkranke

16. November 2020, 22:02 Uhr
Wenn der Körper noch topfit ist, aber das Gehirn nicht mehr weiss, was damit anzufangen: Im Kanton Luzern gibt es über 350 Jungbetroffene von Demenz. Beim Kloster Rickenbach entsteht bald ein neues Zuhause für solche Demenzkranke.

Quelle: Tele 1

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Laut Schätzungen gibt es in der ganzen Schweiz rund 130'000 Menschen, die dement sind. Typische Warnzeichen, wie, dass man Sachen vergisst oder Mühe mit Routineaufgaben hat kennt man vor allem bei älteren Leuten. Nicht selten sind aber auch Jüngere betroffen.

Damit sie ihr Leben möglichst selbstbestimmt gestalten können, gibt es bereits seit einiger Zeit auf einem alten Bauernhof in Ruswil ein Angebot. Dieses wird nun erweitert. Beim ehemaligen Kloster Rickenbach sollen ab Herbst 2021 rund 30 Leute mit Demenz leben können. Darunter auch eine Gruppe von jüngeren Demenzkranken.

Einer der 350 Jungbetroffenen ist der 61-jährige Beat Vogel. Wenn er irgendwann nicht mehr zuhause wohnen kann, will er ins Kloster Rickenbach. «Hier ist man nicht eingesperrt wie in einem Pflegheim, sondern kann noch etwas mithelfen und wird gebraucht.» Das ist ihm besonders wichtig. «Es ist nicht das Ende vom Leben.»

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 16. November 2020 21:57
aktualisiert: 16. November 2020 22:02