Hagel-Hotspot

Auch nach einer Woche ist Wolhusen im Ausnahmezustand

6. Juli 2021, 19:19 Uhr
Die Turnhalle steht noch immer unter Wasser, die Dächer der Häuser sind provisorisch mit Planen bedeckt und die Tiere auf dem Bauernhof sind noch immer in Schockstarre. Das Unwetter von letzter Woche hat die Gemeinde Wolhusen besonders hart getroffen. Die Aufräumarbeiten werden noch lange dauern.

Quelle: PilatusToday

Anzeige

Landwirt Hans-Peter Streit war nicht zu Hause, als das Unwetter sich über Wolhusen entladen hatte. «Ich bekam ein Anruf von meiner Frau, ich soll sofort nach Hause kommen, alle Gebäude würden kaputt gehen wegen der Wassermassen.» Und tatsächlich: Als er zu Hause ankam, waren die Ställe geflutet, die Hühner sassen nicht mehr auf der Stange, sondern schwammen im Wasser. «Die Hühner haben das erstaunlich gut verarbeitet», sagt Streit eine Woche danach. Bei den Kühen sei das etwas anders. «Bei den Kühen bemerke ich eine gewisse Schockstarre, sie sind etwas speziell.»

Der Kanton Luzern geht von einer Schadenssumme von 150 bis 200 Millionen Franken aus. Zum Vergleich: Beim Hochwasser von 2005 gab es Schäden in der Höhe von 235 Millionen Franken. Und der Sturm Lothar verursachte Schäden in der Höhe von 95 Millionen Franken. «Das Ereignis sprengt alle Rahmen. Das ist der grösste Schaden der Gebäudeversicherung Luzern seit 16 Jahren.»

Wer sich in Wolhusen umsieht, weiss, wovon die Rede ist. Etliche Hausdächer sind in Planen gepackt, in der Hoffnung, dass sie vor dem nächsten Regen, der diese Woche wohl kommen wird, geschützt bleiben. Auch die Turnhalle wurde stark beschädigt. Wann sie wieder genutzt werden kann und wie das Helfer-Team vor Ort vorgeht, das erfährst du im Video.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 6. Juli 2021 19:03
aktualisiert: 6. Juli 2021 19:19