Betrügerischer Treuhänder in Luzern verurteilt

20. April 2018, 09:24 Uhr
Dreieinhalb Jahre für mehrere Delikte
Dreieinhalb Jahre für mehrere Delikte

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Treuhänder des gewerbsmässigen Betrugs und der Misswirtschaft schuldig gesprochen, weil er über Jahre Kundengelder unter anderem für private Zwecke verbraucht hatte. Es verurteilte den 54-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren.

Schuldig sprach ihn das Gericht auch des mehrfach betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs, der Unterlassung der Buchführung sowie der mehrfachen Urkundenfälschung, wie aus dem Urteil hervor geht. Jene Urkundenfälschungen, die er vor dem 6. April 2003 tätigte, wurden infolge Verjährung eingestellt. Das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

Über 600'000 Franken Kundengelder betroffen

In der Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der Beschuldigte im Namen einer Firma über Jahre von diversen Privatpersonen und juristischen Personen Gelder in der Höhe von 625'000 Franken entgegengenommen - hauptsächlich als Darlehen und für Anlagen. Dieses Geld verbrauchte er dann für die Rückzahlung früher aufgenommener Gelder, Aufwendungen der Firma sowie für private Zwecke.

Der Mann soll zudem falsche Anlagebestätigungen ausgestellt haben, die Überschuldung von über vier Millionen Franken sowie die Zahlungsunfähigkeit der Firma herbeigeführt haben. Weiter führte er offenbar keine vollständige Buchhaltung und soll im Pfändungs- und Konkursverfahren Vermögenswerte verheimlicht haben.

Quelle: sda

 

veröffentlicht: 20. April 2018 08:19
aktualisiert: 20. April 2018 09:24