Luzerner Kriminalgericht

Freiheitsstrafen und Landesverweise für Einbrecher-Paar

27. Oktober 2020, 06:32 Uhr
Die beiden Beschuldigten wurden im November 2011 zusammen mit einem Jugendlichen im Zusammenhang mit einem Einbruch in Malters LU festgenommen.
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Bei Ihren Einbrüchen hatten sie jeweils grosse Verwüstung angerichtet und allerlei mitgehen lassen. Nun hat das Luzerner Kriminalgericht ein Einbrecher-Paar aus Serbien verurteilt.

Die beiden waren vom September bis November 2017 in der Schweiz unterwegs. Auch in den Kantonen Luzern und Obwalden sind sie mehrmals in Häuser und Wohnungen eingebrochen. Diese haben sie verwüstet und alles mitgenommen, was sie gefunden haben: von Kaffeekapseln über Wein bis hin zu Uhren, Geld und Goldbarren.

Frau als Haupttäterin

Die beiden Beschuldigten wurden im November 2011 zusammen mit einem Jugendlichen im Zusammenhang mit einem Einbruch in Malters LU festgenommen. Wie aus dem Urteil bekannt wurde, waren die beiden an zwölf Diebstählen beteiligt. Der Gesamtdeliktsbetrag beträgt 83'084 Franken.

Die 29-jährige Frau habe bei den Diebstählen den Ton angegeben, sie sei Haupttäterin und habe die Einbrüche geleitet, so das Gericht. Ihr werden zehn vollendete und zwei versuchte Diebstähle in Obwalden und Luzern sowie in weiteren Kantonen zur Last gelegt. Laut dem Gericht reiste die gebürtige Serbin in die Schweiz ein mit dem Ziel, hier Einbruchdiebstähle zu begehen.

Landesverweis für die Täter

Der 36-jährige Mittäter hatte ausgesagt, zum Liebesurlaub mit seiner Freundin in die Schweiz eingereist zu sein. Dem schenkte das Gericht keinen Glauben, es sprach auch ihn schuldig. Weil er aber an weniger Taten beteiligt gewesen sei, erhielt er eine bedingte Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten.

Neben zwei Jahren Gefängnis soll die 29-jährige Frau einen Landesverweis von acht Jahren erhalten. Sie hat bereits Berufung gegen das Urteil angemeldet. Ihr 36-jähriger Partner und Mittäter hat sein Urteil von 15 Monaten auf Bewährung und den Landesverweis von 5 Jahren akzeptiert. Beide Beschuldigten müssen je rund 20'000 Franken Verfahrenskosten übernehmen. Zudem schulden sie den Geschädigten Schadenersatz.

(rst)

Quelle: sda / PilatusToday
veröffentlicht: 27. Oktober 2020 06:29
aktualisiert: 27. Oktober 2020 06:32