Stadtparlament Luzern

Grünes Licht für Ausbaupläne der Kantonalbank

25. Juni 2020, 12:52 Uhr
Die Luzerner Kantonalbank soll ihren Sitz an der Pilatusstrasse in der Stadt Luzern ausbauen können. Das Stadtparlament hat die Plänen einer Aufstockung um zwei Stockwerke gutgeheissen. Von linker Ratsseite gab es dafür jedoch deutliche Kritik.
Das Gebäude der Luzerner Kantonalbank in der Stadt Luzern. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
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Das Luzerner Stadtparlament hat heute verschiedene Änderungen der Bau- und Zonenordnung BZO behandelt. Insgesamt ging es um 22 Anpassungen des Reglements in verschiedenen Quartieren im Zusammenhang mit der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung.

Grünes Licht für Luzerner Kantonalbank

Grosse Diskussionen gab es wegen den Plänen der Luzerner Kantonalbank. Die Bank will ihr Gebäude an der Pilatusstrasse sanieren und ausbauen. Weil die Fassade in der aktuellen Bauzone jedoch nicht höher als 21 Meter sein darf, ist das Vorhaben im Stadtparlament diskutiert worden. Der Ausbau um zwei Stockwerke bedeutet nämlich, dass das Gebäude künftig rund 26 Meter hoch sein könnte. Die dafür nötigen Anpassungen hat das Stadtparlament heute gutgeheissen. Seitens der SP und der Grünen wurde dieser Entscheid scharf kritisiert. Es könne nicht sein, dass die Luzerner Kantonalbank anders behandelt wird als alle anderen Bauherren, nur weil sie ein grosser Steuerzahler der Stadt ist, so Stadtparlamentarier Christian Hochstrasser der Grünen.

Gemeinnütziger Wohnraum in der Wüzenbachmatte

Viel zu reden gab auch die Forderung linker Parteien, dass die reformierte Kirche dazu verpflichtet werden soll, auf ihrem Grundstück in der Würzenbachmatte gemeinnützige Wohnungen zu bauen. Eine knappe Mehrheit des Stadtparlaments lehnte die Forderung ab. Damit folgte das Parlaments dem Vorschlag der Stadtregierung, die sich ebenfalls gegen eine solche Verpflichtung stellte. Für diesen Entscheid musste die Regierung Kritik der SP einstecken. Für den SP-Stadtparlamentarier Mario Stübi steht die Haltung der Regierung klar im Gegensatz zu ihrer Aussage, dass es mehr gemeinnützige Wohnungen geben soll. Zudem stelle sie sich damit auch gegen den Volkswillen.

Die beiden Vorhaben sind noch nicht definitiv, das letzte Wort hat das Stimmvolk.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. Juni 2020 12:53
aktualisiert: 25. Juni 2020 12:53