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«Vergleichbar mit Spitzensport»

Hochschule Luzern hilft überlasteten Musikern

2. Januar 2022, 08:02 Uhr
Von der eigenen Musik leben – das ist doch der Traum jedes Musikers. So einfach ist das aber nicht. Und dieser Kampf schlägt vielen Musikern auf die Psyche. Das zeigt eine neue Studie. Die Hochschule Luzern will deshalb handeln.
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Quelle: Tele 1

Gemäss der Studie haben beispielsweise im Bereich der klassischen Musik 50 bis 80 Prozent aller Musikerinnen und Musiker psychische oder physische Probleme. Druck und Stress gehören für die Musizierenden zum Alltag. «Der Musik-Beruf ist eine Hochleistungstätigkeit. Es ist vergleichbar mit Spitzensport. Stundenlanges Üben, der Druck vor Publikum aufzutreten und Tausende schnelle, kleine und präzise Bewegungen – dies kann Körper und Geist sehr stark belasten und manchmal auch überlasten», erklärt Elena Alessandri. Sie leitet das Projekt «Empowering Musicians» der Hochschule Luzern.

Mit diesem Projekt will man verhindern, dass junge Musikstudenten ausbrennen, bevor ihre Karriere überhaupt erst angefangen hat. So soll in Zukunft mehr über die psychischen und physischen Belastungen einer Musikerin/eines Musikers gesprochen werden. Die Hochschule Luzern will technische wie auch psychologische Unterstützung anbieten. «Man kann Belastung oder Überbelastung nicht komplett ausschliessen. Aber wie man damit umgeht und wie man präventiv handelt, das können wir zeigen», so Alessandri.

Wie eine Musikstudentin den Stress und den Druck erlebt, siehst du oben im Video.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. Januar 2022 07:51
aktualisiert: 2. Januar 2022 08:02