Coronavirus

Infizierte reisten bereits im Januar durch die Zentralschweiz

20. September 2020, 09:55 Uhr
Was viele Luzerner befürchteten, wäre fast passiert: Eine teilweise Infizierte Reisegruppe aus Wuhan reiste durch die Innerschweiz – steckte dann aber erst in Frankreich einen Arzt an. (Symbolbild)
© Tele 1
Luzern wäre um ein Haar einer der ersten Corona-Hotspots in Europa geworden. Eine teilweise infizierte Touristengruppe aus Wuhan reiste damals durchs Land und übernachtete unter anderem auch in einem Hotel in Sursee.

Rund einen Monat, bevor im Tessin am 25. Februar der erste Schweizer Covid-19-Fall offiziell bekannt wurde, reiste eine chinesische Reisegruppe aus Wuhan durch die Zentralschweiz, deren Mitglieder sich mit dem Virus angesteckt hatten. Fünf Reisende wurden zurück in der Heimat positiv auf Corona getestet, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

Die Reisegruppe übernachtete unter anderem in einem Hotel in Sursee und nahm die «Golden Pass Line» von Luzern nach Interlaken. Später auf der Reise, in Paris, liess sich eine Frau wegen starker Symptome von einem französischen Arzt untersuchen. Dieser steckte sich gemäss der Zeitung an und wurde einer der ersten bekannten Fälle in Europa.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das sich wiederum an die kantonalen Gesundheitsämter in Luzern, Zug und Bern wandte. Es wurden keine weiteren Fälle festgestellt, auch der Carfahrer der 30-köpfigen Reisegruppe wurde negativ getestet.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. September 2020 07:19
aktualisiert: 20. September 2020 09:55