Stadt Luzern

Kult-Kiosk im Bruchquartier dank Crowdfunding gerettet

30. Dezember 2020, 09:49 Uhr
Edwin Suter in seinem Kult-Kiosk.
© Kiosk Edwin / Facebook
Edwin Suters Kiosk gehört zum Bruchquartier wie Beizen, Bars und Altbau. Dieser geriet durch die Coronakrise ziemlich in Bedrängnis. Seine Kunden starteten deswegen kurzerhand ein Crowdfunding und konnten innert Tagen 18'000 Franken sammeln.

Die neusten Corona-Massnahmen treffen die Kioskbetreiber hart. Kürzere Öffnungszeiten und ein Wegfall des Sonntagsverkaufs sorgen für weniger Kundschaft und weniger Geld am Ende des Monats. Die Bewohner des Luzerner Bruchquartiers wollten nicht dabei zuschauen, wie ihr Quartier-Kiosk langsam von der Bildfläche verschwindet. Wie «Zentralplus» schreibt, habe ein Nachbar von Edwin ein Crowdfunding auf die Beine gestellt.

Die gute Seele des Quartiers

«Ich bin ein Nachbar von Edwin, kenne ihn schon seit über zehn Jahren. Edwin ist nicht nur ein Kioskverkäufer, er ist die gute Seele des Quartiers», so der Initiant gegenüber «Zentralplus». Anfänglich habe sich der Kult-Kiosk Betreiber sogar gegen die Aktion ausgesprochen. Dennoch fanden sich schnell über 300 Spender. Gemeinsam kamen rund 18'000 Franken zusammen.

«Es ist nicht meine Art, dass ich Hilfe annehmen kann. Normalerweise bin ich der, der gibt», sagt Edwin Suter. Crowdfunding-Initiant Enea von Fellenberg bemerkt: «Es ist wichtig zu betonen, dass dieses Crowdfunding nicht von Edwin, sondern für Edwin gemacht wird.» Die zahlreichen Spender hoffen, dass das Geld ausreicht, um Edwins Kiosk aus der Krise zu retten. Ein schönes Weihnachtsmärchen wäre es allemal.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 23. Dezember 2020 16:06
aktualisiert: 30. Dezember 2020 09:49