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Coronavirus

Luzern stellt 81 Millionen Franken für Härtefälle bereit

5. Mai 2021, 11:42 Uhr
Der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss muss Härtefallgeld für grosse Firmen aus der Kantonskasse zahlen, der Bund erstattet das Geld dann zurück. (Archivbild)
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Luzerner Regierung stellt 81 Millionen Franken bereit für grosse Firmen, die wegen der Coronakrise zu Härtefällen wurden. Die Kosten für Betriebe mit einem Jahresumsatz ab 5 Millionen Franken übernimmt zwar der Bund, der Kanton muss das Geld aber vorschiessen.

Weil der Bund bei der Berechnung der Härtefallgelder für diese Kategorie den Kantonen kaum Spielraum gewähre, habe der Regierungsrat den Betrag als gebundene Ausgaben bewilligt, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Der gesprochene Betrag basiert auf Hochrechnungen der bislang eingereichten Gesuche.

64 Betriebe mit einem Umsatz von über 5 Millionen Franken hatten bis Ende April um Härtefallunterstützung ersucht. 28 Unternehmen hatten einen Jahresumsatz zwischen 10 Millionen und 25 Millionen Franken. Rund ein Dutzend Firmen machten einen Umsatz von über 25 Millionen Franken geltend.

Sie erhalten für den Zeitraum zwischen Januar 2020 und Juni 2021 Härtefallbeiträge an die Fixkosten. Diese sind je nach Branche unterschiedlich - 8 Prozent der Umsatzeinbusse beträgt die Pauschale etwa für Reisebüros, 15 Prozent sind es im Detailhandel und 25 Prozent für Hotels, Schausteller oder Carunternehmen.

Die 81 Millionen Franken decken den Bedarf des Jahres 2020, heisst es in der Mitteilung. Wieviel Geld im laufenden Jahr nötig ist, werde der Kanton mit einer neuen Hochrechnung zu einem späteren Zeitpunkt eruieren.

Quelle: sda
veröffentlicht: 5. Mai 2021 11:42
aktualisiert: 5. Mai 2021 11:42