Städtebau

Luzern sucht Investoren für Überbauung auf dem Seetalplatz

1. September 2020, 10:42 Uhr
Der Seetalplatz in Emmenbrücke, hier 2018 nach Abschluss der Umgestaltung der Strassenführung, soll zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsquartier werden. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Der Seetalplatz in Emmenbrücke LU soll nicht nur Verkehrsknotenpunkt, sondern auch Wohn- und Arbeitsgebiet sein. Der Kanton will deswegen drei Baufelder an Investoren abgeben, die dort Büros sowie Wohnungen in allen Preisklassen realisieren, wie er am Dienstag mitteilte.

Vor drei Wochen hatte der Kanton bekannt gegeben, wie der geplante Bau für die Kantonsverwaltung auf dem Seetalplatz aussehen wird. Dort sollen 1300 Staatsangestellte ihre Büros erhalten. Auch Wohnungen sollen in dem Gebäude realisiert werden.

Der Kanton besitzt auf dem Seetalplatz noch ein zweites Grundstück. Dieses liegt an der Kleinen Emme, ist 17'000 Quadratmeter gross und in drei Baufelder unterteilt. Er schreibe diese für ein 70- bis 100-jähriges Baurecht aus, teilte er mit. Mit den Baurechtszinsen komme der Kanton zu regelmässigen Einnahmen.

Gesucht werden private oder gemeinnützige Investoren, die sich auch für mehrere Baufelder bewerben können. Der Bebauungsplan sieht bis zu 35 gemeinnützige Wohnungen vor. Es werden auch Wohnflächen im mittleren und gehobenen Preissegment realisiert. Es sollen Personen aus allen sozialen und wirtschaftlichen Schichten angesprochen werden, hiess es dazu in der Mitteilung.

Ökologische Vorgaben

Der Kanton macht den Investoren ökologische Vorgaben. Die Labels «Standard nachhaltiges Bauen Schweiz» (SNBS) und Minergie-P-Eco seien vorgegeben. Vorgesehen sei auch ein Anschluss an den lokalen Wärmeverbund.

Die Baurechtsnehmer müssen zudem für ihre Bauprojekte einen Wettbewerb durchführen und sich an der geplanten «Smart City» beteiligen. In den «intelligenten Städten» werden digitale Technologien genutzt, um das Leben nachhaltig zu gestalten.

Das Gebiet Seetalplatz nördlich der Stadt Luzern ist rund 600'000 Quadratmeter gross. Dereinst sollen dort 3300 Personen wohnen, 4000 arbeiten und 800 studieren.

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. September 2020 10:42
aktualisiert: 1. September 2020 10:42