Steuerreform

Luzerner Gemeinden wollen höhere Kompensation

20. November 2022, 21:24 Uhr
Der Luzerner Gemeindeverband hat eine «bedeutend höhere Kompensation» bei der vom Kanton vorgeschlagenen Steuerreform gefordert. Andernfalls bleibt den Gemeinden in der kommunalen Steuerpolitik kein Spielraum und es drohen laut dem Verband Steuererhöhungen.
Der Luzerner Regierungsrat Reto Wyss (Mitte) stellte am Freitag eine Steuerreform vor. Bei den Luzerner Gemeinden stiess er damit auf Widerstand. (Archivbild)
© Keystone/URS FLUEELER
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Die vorgeschlagene Steuerreform hat für die Gemeinden 85 Millionen Franken an Steuerausfällen zur Folge, wie der Verband Luzerner Gemeinden (VLG) am Sonntag in einer Mitteilung schrieb. Der Vorschlag der Luzerner Regierung stelle eine Kompensation von 20 Millionen Franken in Aussicht. Für den VLG «deutlich zu wenig.»

Die Luzerner Regierung hatte am Freitag eine Steuerreform präsentiert. Entlastet werden Kleinverdienende, Familien, betuchte Senioren und Seniorinnen und Firmen. Auslöser davon war die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie will den Steuerwettbewerb einschränken. Die Schweiz muss folglich Unternehmen stärker besteuern.

Kantone erhalten laut VLG voraussichtlich 75 Prozent der OECD-Steuermehrerträge vom Bund. Die Gemeinden müssten ihre Ausfälle alleine kompensieren.

Quelle: sda
veröffentlicht: 20. November 2022 21:24
aktualisiert: 20. November 2022 21:24