Luzerner Kriminalgericht verurteilt einen Banker

12. Juni 2015, 13:22 Uhr
Der Mann handelte mit Kundengeldern, ohne dass dies die Kunden gewusst hatten
© Luzerner Polizei
Der Mann handelte mit Kundengeldern, ohne dass dies die Kunden gewusst hatten

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 35-jährigen Bankangestellten wegen mehrfacher ungetreuer Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung schuldig gesprochen. Er wurde von den Richtern zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Diese ist bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren.

Schaden über 15 Millionen Franken

Der Bankangestellte handelte mit Devisen. Dabei machte er einen Verlust von 400‘000 Franken. Das Geld für diese Geschäfte hatte er von einem Bankkunden geliehen, ohne diesen gefragt zu haben. Weil der Bankangestellte seinen Fehler nicht zugeben wollte, wickelte er weiter Geschäfte ab, in der Hoffnung, mit dem Gewinn den Schaden decken zu können. Es kam aber anders und so stieg der Schaden auf mehr als 15 Millionen Franken. Die Richter erachteten es als erwiesen, dass der Bankangestellte sich mit diesen Geschäften aber nicht selber bereichern wollte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

veröffentlicht: 5. Juni 2014 06:21
aktualisiert: 12. Juni 2015 13:22