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Kommunikation

Luzerner Stadtregierung will in einschliessende Kommunikation investieren

19. April 2021, 15:12 Uhr
Die Angestellten der Stadt Luzern sollen so mit der Öffentlichkeit kommunizieren, dass niemand ausgeschlossen wird. Die Stadtregierung ist bereit, ein Vorstoss der SP-Fraktion entgegenzunehmen, wie er am Montag mitteilte.
Die Informationen aus dem Luzerner Stadthaus sollen ein- und nicht ausschliessen, fordert die SP. (Archivaufnahme)
© KEYSTONE/URS FLUEELER

Die Postulantinnen und Postulanten sind der Ansicht, dass die städtische Kommunikation immer wieder gegen ihre eigenen Gleichstellungsgrundsätze verstösst. Damit würden Teile der Bevölkerung ausgeschlossen und der gesellschaftliche Fortschritt zur Integration aller verlangsamt.

Kritisiert wird im Postulat, dass die Stadt Luzern auf das Gendersternchen verzichte und so absichtlich die Vielfalt der städtischen Bevölkerung unsichtbar mache. Als weiteres Negativbeispiel genannt wird eine Fitnesstafel im Street Workout Park auf der Ufschütti-Wiese, auf denen nur Männer mit Sixpack abgebildet seien.

Die SP-Fraktion fordert die Stadtregierung auf zu prüfen, wie eine ein- statt ausschliessende Kommunikation «konsequent» umgesetzt werden könne. Dabei geht es ihr nicht nur um Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch um Menschen mit Behinderungen oder um Zugewanderte.

Zentrales Anliegen

Der Stadtrat, die Regierung der Stadt Luzern, ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen, weil für ihn die Gleichstellung und der Einbezug aller Einwohnerinnen und Einwohner zentral sei. Er wolle prüfen, wie die Angestellten der Stadt für eine zeitgemässe Kommunikation sensibilisiert und geschult werden könnten.

Der Stadtrat stellt zudem in Aussicht, den städtischen Sprachleitfaden entsprechend zu überarbeiten. Insgesamt rechnet er bei der Überweisung des Postulats mit Kosten von 20'000 Franken.

Zudem ist der Stadtrat bereit zu prüfen, ob und wie die Kommunikation mit Seh- oder Hörbehinderten verbessert werden könnte. Er ist bereit, ein Postulat der Grünen entgegenzunehmen, die eine barrierefreie Darstellung der städtischen Publikationen fordern. Hier rechnet der Stadtrat mit Kosten von 50'000 Franken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. April 2021 16:02
aktualisiert: 19. April 2021 15:12