Beteiligungen

Luzerner Stadtregierung will Verkauf von VBL-Aktien prüfen

31. Oktober 2022, 15:39 Uhr
Die Luzerner Stadtregierung will die Beteiligung an den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL) überprüfen. Hintergrund ist der Subventionsstreit zwischen VBL und dem Verkehrsverbund Luzern (VVL).
Die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) drohen Buslinien zu verlieren.
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Anzeige

VBL und VVL befinden sich derzeit in einem Gerichtsstreit. Grund ist die Affäre um Subventionen in der Höhe von 16 Millionen Franken, die die VBL angeblich zu Unrecht bezogen haben. Der Konflikt wird auch ausserhalb der juristischen Instanzen ausgetragen, wie die Beteiligungsstrategie der Luzerner Stadtregierung zeigt.

Die Stadtregierung schreibt in der aktualisierten Strategie 2023-2026, sie wolle die Beteiligung an der Verkehrsbetriebe Luzern AG überprüfen. Diese ist zu 100 Prozent im Besitz der Stadt. Sie seien offen für eine Beteiligung Dritter und wollen einen (Teil-)Verkauf der Aktien prüfen.

Die Stadtregierung stuft sieben der Organisationen, an denen sie beteiligt ist, in der höchsten Risikoklasse ein. Dazu zählen auch die VBL. Ausgelöst durch den Subventionsstreit prüfe der VVL nämlich eine Ausschreibung von (Diesel-)Buslinien in der Stadt und Agglomeration, die heute von der VBL betrieben werden, heisst es im Bericht.

Bei einer Neuausschreibung könnten die VBL wichtige Aufträge und Reputation verlieren, schreibt die Stadt. Es bestehe das Risiko, dass dadurch die Beziehung zwischen Stadt und VVL belastet würde. Weiter führt die Stadtregierung als Risiken die hohen Verluste der VBL wegen der Pandemie, einen drohenden Strommangel sowie die Entwicklung der Energiepreise auf.

Im Zuge der Subventions-Affäre bei den VBL war der gesamte Verwaltungsrat zurückgetreten.

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Oktober 2022 15:39
aktualisiert: 31. Oktober 2022 15:39