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Wegen «Impfsticker»

Nach Kritiker-Demo: Nun droht Strafanzeige

21. Juli 2021, 11:17 Uhr
Am Montagabend hat in Luzern seit langem wieder eine Corona-Demonstration stattgefunden. Zahlreiche Personen sind durch die Altstadt gezogen. Hintergrund war die Forderung, dass ungeimpfte oder geimpfte Spital- oder Pflegeangestellte künftig mit einem Sticker gekennzeichnet werden sollen. Nun droht wohl eine Strafanzeige.
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Quelle: PilatusToday

«Wir haben in der Vergangenheit wiederholt Strafanzeige gestellt und werden dies auch in Zukunft tun, wenn bewilligungspflichtige Nutzungen wiederholt ohne Bewilligung durchgeführt werden», so Stefan Geisseler, stellvertretender Leiter Stadtraum und Veranstaltungen der Stadt Luzern, gegenüber «zentralplus». Die Stadt Luzern hätte bereits im Vorfeld der unbewilligten Demo angekündigt, dagegen vorzugehen.

Wie Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei, gegenüber dem Onlineportal sagt, habe man im Zuge der Demonstration Foto- und Videomaterial der Teilnehmenden gesichert. «Wir werden der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen das entsprechende Material zusammen mit einem Bericht zukommen lassen. Die Anzeige muss dann seitens der Stadt erfolgen.» Noch wurde keine entsprechende Strafanzeige eingereicht, wie Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft Luzern, auf Anfrage von «zentralplus» erklärte.

Hunderte marschierten wegen «Impfsticker» durch Luzern

Am Montagabend hat in Luzern seit langem wieder eine Corona-Demonstration stattgefunden. Zahlreiche Personen sind durch die Altstadt gezogen. Hintergrund ist die Forderung, dass ungeimpfte oder geimpfte Spital- oder Pflegeangestellte künftig mit einem Sticker gekennzeichnet werden sollen.

Die Forderung von GLP-Präsident Jürg Grossen in der «Sonntagszeitung», dass ungeimpftes und geimpftes Personal in Spitälern, Altersheimen und Kindertagesstätten künftig mit einem Sticker identifiziert werden soll, hat einen Aufschrei ausgelöst (PilatusToday berichtete). Auch der Verein «Mass-Voll», der sich vehement gegen die Corona-Massnahmen wehrt, reagierte empört.

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Quelle: PilatusToday

Als Reaktion auf die Forderung fand am Montagabend ein spontaner «Abendspaziergang» statt. Dieser startete um 19 Uhr beim Schwanenplatz und führte quer durch die Altstadt. Bewilligt war der Protestmarsch allerdings nicht, wie das Onlineportal «zentralplus» berichtet. Aus diesem Grund dürfte die Demonstration wohl ein juristisches Nachspiel haben.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Juli 2021 21:43
aktualisiert: 21. Juli 2021 11:17