Polizei warnt vor dubiosem Bitcoin-Handel

13. Februar 2020, 12:16 Uhr
Über einhunderttausend Franken im Kanton Luzern ergaunert
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Über einhunderttausend Franken im Kanton Luzern ergaunert

Die Luzerner Polizei warnt vor sogenannten Vorschussbetrügern bei Online-Geschäften. Im Internet und in den sozialen Medien kursieren mehrere dubiose Werbungen für Geldanlagen rund um Bitcoins. Bis zu einhunderttausend Franken haben die Betrüger so ergaunert.

Meist wird mit prominenten Namen gelockt. Die Betrüger versprechen hohe Renditen. Aber wie man tatsächlich Geld verdienen soll, bleibt im Dunkeln. Die Betroffenen klicken auf ein solches Inserat und melden sich mit einem Formular an. Ein Kundenberater meldet sich und verlangt, einen gewissen Betrag per Kreditkarte zu bezahlen. Das schreibt die Luzerner Polizei in einer Medienmitteilung.

Der Berater ist nach der Zahlung nicht mehr erreichbar. Das investierte Geld geht verloren. Denn die Betrüger operieren verdeckt aus dem Ausland und können kaum belangt werden. Ein weiteres Problem: Die Internetseiten sind meist registriert in Ländern wie Panama oder den Marshall-Inseln.

Bei der Luzerner Polizei gingen zehn Anzeigen ein. Im ganzen Kanton haben die Gauner Beträge zwischen zehntausend und einhunderttausend Franken ergattert.

Die Polizei rät deshalb, kritisch und vorsichtig zu sein bei Onlinegeschäften mit Bitcoins.

So schützt ihr euch vor Betrügern

  • Vertraut niemanden aus dem Internet. 
  • Niemals Passwörter oder amtliche Dokumente weitergeben.
  • Niemals Fremde auf den eigenen Computer zugreifen lassen.
  • Niemals vorauszahlen bei unsicheren Kontakten
  • Ignoriert auffallend hohe Rendite oder unrealistische Einkommensversprechen.
  • Informiert euch über den Anbieter: https://www.finma.ch/de/finma-public/warnliste/
  • Misstraut intransparente und unverständliche Geschäftsmodelle, die nur über eine Registrierung funktionieren.
  • Abschliessend: Kreditkarte umgehend sperren lassen!
veröffentlicht: 13. Februar 2020 11:43
aktualisiert: 13. Februar 2020 12:16