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Schadstoffe in Luzerner Böden: Steckt die Lösung im Futter?

Landwirtschaft

Schadstoffe in Luzerner Böden: Steckt die Lösung im Futter?

13.06.2023, 09:57 Uhr
· Online seit 13.06.2023, 09:51 Uhr
Gelangen zu viele Nährstoffe aus der Landwirtschaft in die Umwelt, entstehen Probleme. In den Luzerner Böden hat es zwar nicht zu viele, aber trotzdem schädliche Stoffe. Das haben Untersuchungen an verschiedenen Versuchsstationen – so auch in Sursee – gezeigt. Die Lösung soll im Futtermittel stecken.
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Auf Landwirtschaftsbetrieben im Kanton Luzern wurden starke Bodenbelastungen festgestellt. Das, weil das Futter der Tiere Stickstoffe wie Ammoniak und Phosphor enthält, welche einen negativen Einfluss auf unsere Umwelt haben. Und was in Form von Futter in unsere Tiere hineingeht, wird bekanntlich – zumindest teils – auch wieder ausgeschieden.

Eine Versuchsstation soll die Bodenbelastung verringern

Um die Belastungen zu verringern und somit die Umwelt zu schützen, gibt es seit einem Jahr verschiedenen Versuchsstationen in der Schweiz. Die Stationen arbeiten mit verschiedenen Landwirtinnen und Landwirten zusammen und messen den In- und Output der Nährstoffe so genau wie möglich.

Im vergangenen Jahr fokussierte sich die Versuchsstation auf die Anzahl Nährstoffe in den Hofdüngern und im Futtermittel und ob diese mit den Referenzwerten übereinstimmen.

Die Werte von 26 Betrieben im Kanton Luzern haben ergeben, dass die Standardwerte zwar eingehalten werden, sie jedoch zu hoch für den Boden seien und nun je nach Betrieb angepasst werden müssten, erklärt Thomas Steinsberger, wissenschaftlicher Projektleiter der Versuchsstation «Nährstoff-Flüsse». Jetzt ginge es darum, diese Optimierung in Zusammenarbeit mit den Landwirten umzusetzen.

Lösung mit Potential

Eine einheitliche Lösung für alle Betriebe gäbe es da nicht. Man müsse jeden Betrieb individuell analysieren, sagt Steinsberger. Auf jeden Fall lohne es sich, beim Futter anzusetzen: «Man kann Futter einsetzen, welches weniger Stickstoffgehalt hat.»

Anhand von Futter könne man den Prozess von Anfang an regulieren und wisse, wie viele Nährstoffe ins System gelangen. Im kommenden Jahr werden nun verschiedene Futtermischungen getestet, mit dem Ziel, dass es bis 2030 einen Fünftel weniger Schadstoffe im Boden hat.

(pch)

veröffentlicht: 13. Juni 2023 09:51
aktualisiert: 13. Juni 2023 09:57
Quelle: PilatusToday

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