Stadt Luzern: Bahnhofstrasse wird autofrei

12. Juni 2015, 14:00 Uhr
Stadtregierung präsentierte Vorgaben für neue Fussgängerflaniermeile

Der Theaterplatz und die Bahnhofstrasse in der Stadt Luzern werden schon bald fussgängerfreundlicher. Bis in vier Jahren soll die Reuss-Promenade autofrei werden. Die Luzerner Stadtregierung setzt damit eine entsprechende SP-Volksinitiative aus dem Jahr 2013 um.

In der Stadt Luzern soll die Bahnhofstrasse ab 2019 in zwei Etappen umgestaltet werden. Der Autoverkehr soll verschwinden. Im Herbst schreibt die Stadt den Wettbewerb zur Umgestaltung der Bahnhofstrasse aus. Die Umgestaltung kostet knapp 6 Millionen Franken.

Umgestaltung in zwei Etappen

Gemäss den Vorgaben der Stadtregierung wird das Quartier in zwei Etappen umgestaltet. Der erste Ausbauschritt 2019 umfasst eine Fussgängerzone entlang der Reuss zwischen Theaterplatz und Seidenhofstrasse. In der zweiten Etappe wird die Fussgängerzone von der Seidenhofstrasse bis zur Seebrücke verlängert.

Stadt Luzern: Theaterplatz ab 2019 autofrei

Vorgaben der Stadt

Insgesamt sollen breitere Trottoirs und grössere Aufenthaltsbereiche entstehen. Im Bereich der Seebrücke soll die heutige Einbahnstrasse um eine Fahrspur reduziert werden.

Die Gastronomie an der Strasse soll mehr Platz erhalten. An der Reuss sind laut Verkehrsdirektor Adrian Borgula auch Sitztreppen und eine Buvette denkbar: „Die bestehende Baumreihe am Fluss bleibt erhalten. Zudem sollen die insgesamt 400 Veloabstellplätze in der Bahnhofstrasse bleiben, aber näher an die Häuserfassaden rücken.“

Neues Verkehrsregime

Geschäfte, Hotels, Parkhäuser und die Liegenschaften im Quartier sollen weiterhin per Auto erreichbar bleiben. Die Stadtregierung will allerdings das Verkehrsregime im Quartier anpassen. Autos, die das Parkhaus Flora verlassen, sollen künftig in die Pilatusstrasse einbiegen. Daneben ist ein Rechtsabbiege-Verbot von der Winkelried- in die Pilatusstrasse geplant. „Nach unseren Berechnungen ist es kein Problem, wenn der jetzige Durchgangsverkehr der Bahnhofstrassse künftig auf das übergeordnete Strassenverkehrsnetz abgewickelt wird“, sagt Roland Koch der städtische Verkehrsexperte.

veröffentlicht: 22. Mai 2015 12:25
aktualisiert: 12. Juni 2015 14:00